Mann steht vor einer Maschine der Elektronikfertigung und schult weitere Interessierte.

Schulungen sind ein zentraler Teil des Angebots von Systempartnern für die Elektronikfertigung. Dabei sind sie nicht der einzige Faktor, der beim Maximieren der Anlagenverfügbarkeit beachtet werden muss. (Bild: ANS Answer)

Das georderte System, zum Beispiel ein Bestückungssystem, wurde geliefert, in Betrieb genommen und – los geht’s? „Ganz so einfach ist´s nicht“, relativiert Sebastian Glitsch die Erwartungen, „da gehört schon etwas mehr dazu.“ Er weiß, wovon er spricht: Von Haus aus Software-Entwickler, leitet er heute zusammen mit Reiner Gölz das Unternehmen ANS Answer in Limeshain. „Für eine maximale Verfügbarkeit der SMD-Fertigungssysteme ist die Qualität des Service der Dreh- und Angelpunkt“, so das Statement von Sebastian Glitsch. Vor dem Hintergrund, dass Elektronikbauteile Schlüsselkomponenten vieler Produkte sind und längere Anlagenausfälle die termingerechte Ausführung aller nachfolgenden Fertigungs- oder Montageschritte infrage stellen, ist eine hohe Verfügbarkeit wichtiger denn je. „Eine hohe Verfügbarkeit fängt damit an, dass die Mannschaft, die die Anlage fährt, mindestens eine solide Einweisung oder noch besser eine differenzierte Schulung genossen hat. Ein guter Anlagenlieferant – für Komplettsysteme praktisch grundsätzlich ein Distributor – kann das anbieten.“

Was einen guten Support bei einem Elektronik-Systemlieferanten für die SMD-Fertigung ausmacht

Bei ANS hat man die Grundlagen dafür geschaffen: Der Spezialist für die gesamte Elektronikfertigung vertritt im DACH-Raum exklusiv viele namhafte Hersteller von intelligenten Komplettsystemen zur Produktion von SMD- und THT-Baugruppen und ist auf dem besten Weg, die Kundenanzahl im gesamten deutschsprachigen Raum zu erhöhen und sich weitere Marktanteile zu sichern. „Wir haben hier einiges investiert“, berichtet Sebastian Glitsch: „Unser erst vor zwei Jahren bezogenes Gebäude bietet modern ausgestattete Schulungsräume sowie einen Demoraum mit dauerhaft betriebsbereiten Systemen, um alle Facetten der SMD-Fertigung live zu zeigen. Außerdem sind wir personell stark gewachsen und mit einer Top-Mannschaft bestens aufgestellt, um ein qualitativ hochwertiges Dienstleistungspaket anbieten zu können.“

Hand mit Werkzeug zieht etwas fest
Ein schneller Vorort-Service ist Grundvoraussetzung für eine hohe Anlagenverfügbarkeit. Dabei packen die Techniker auch an. (Bild: ANS Answer)

Ab Lieferung rechnet man beim Systemlieferanten rund eine Woche für Installation und Inbetriebnahme ein. Vorab erfolgt als Teil des Pakets eine einwöchige Schulung in Limeshain, sofern die aktuelle Situation es dem Kunden erlaubt. „Unser Team bereitet dafür unsere hausinternen SMD-Fertigungssysteme so vor, dass wir Testläufe bereits mit Kundenprodukten vornehmen können. Dadurch kann das Team des Geschäftspartners nach der Rückkehr sofort produzieren“, weist Glitsch auf die Qualität der Einstiegsschulung hin und ergänzt: „Darüber hinaus findet natürlich immer auch noch eine Nachbetreuung oder Produktionsbegleitung statt.“

Kurze Lieferzeiten von Ersatz- und Verschleißteilen

Ein entscheidender Aspekt für hohe Verfügbarkeit von Anlagen ist die schnelle Lieferung von Ersatzteilen. ANS hält für die Maschinen seines Portfolios die üblichen Verschleißteile – Verbrauchsmaterialien sowieso – im hauseigenen Lager in Limeshain vor. Dadurch können Teile ohne Verzögerung durch vorausgehende Zulieferung von den weltweit verteilten Maschinenbauern – bei Bedarf innerhalb von 24 Stunden ab Limeshain DACH-weit geliefert werden.

Lagerhalle
Um kurzfristig auf Anfragen reagieren zu können, hat ANS Answer seine Lagerkapazitäten 2021 durch eine neue Lagerhalle deutlich erweitert. (Bild: ANS Answer)

Für maximale Verfügbarkeit müssen Schulungen den gesamten Prozess abbilden

Für weitere Qualifikationsschritte hat ANS ein differenziertes Schulungsprogramm aufgebaut. Das Spektrum der angebotenen Schulungen macht schnell klar, dass die gestiegene Komplexität der SMD-Fertigungssysteme einen umfangreichen Know-how-Transfer zum Geschäftspartner unumgänglich macht. Zum Beispiel sind Systeme für die SMD-Bestückung von Leiterplatten heute in der Regel Teil einer Linie mit vor- und nachgelagerten Schritten für Handling und Qualitätssicherung, eingebunden in die lokale Software-Infrastruktur, etwa bei Elektronikdienstleistern (Electronics Manufacturing Services (EMS)). „Für eine maximale Anlagenverfügbarkeit müssen Schulungen den gesamten Prozess mit allen Einzelaspekten abbilden“, verdeutlicht Sebastian Glitsch, „die Zeit, in der man Schulungen nur für Einzelmaschinen anbot, ist schon sehr lange vorbei“. Man muss das gesamte Fertigungs-Konstrukt betrachten, erklärt Glitsch.

Die Schulungsprogramme decken deshalb gleich mehrere Themen ab: So gibt es zugeschnittene Kurse für Mitarbeiter in der Anwendung, für das Bedienpersonal und für Mitarbeiter der hausinternen Service&Wartungs-Abteilungen. Auch individuelle Schulungswünsche von Geschäftspartnern sind möglich. Damit deckt der Systemlieferant als Partner alle personellen Bereiche des Anlagenbetreibers zu den Systemen aus dem ANS-Portfolio ab. Generell können alle Schulungen sowohl beim Geschäftspartner oder in den Räumen von ANS in Limeshain stattfinden.

Für eine maximale Anlagenverfügbarkeit beim Anwender müssen Schulungen den gesamten Prozess mit allen Einzelaspekten abbilden, die Zeit, in der man Schulungen für Einzelmaschinen anbot, ist schon sehr lange vorbei.

Sebastian Glitsch, geschäftsführender Gesellschafter von ANS

Einheitliche Softwarelösung anstelle von Insellösungen

Ein spezielles Training fokussiert sich auf das Thema Software. Im Mittelpunkt steht hier primär die von ANS entwickelte Software Everes mit ihren vielfältigen Funktionen zur Linien- und Bauteilüberwachung. „Auch unsere Everes-Software bietet mehrere Möglichkeiten, beim Thema Anlagenverfügbarkeit maßgebliche Rahmenbedingungen aktiv zu gestalten“, erläutert Sebastian Glitsch und fährt fort: „Dank der Monitoring-Funktionen sind die gesamten Produktionsdaten – zum Beispiel Stückzahlen, Ausschussraten oder Stillstandszeiten – abrufbar. Funktionen für die statistische oder grafische Aufbereitung der Daten unterstützen dabei, Trends oder Ereignisse sichtbar zu machen. Wenn man diese Funktionen nutzt, erkennt man sich anbahnende Probleme bereits in einem sehr frühen Stadium.“

Auch das Thema Wartung hat in Everes seinen Platz. So können für jede Maschine einer Linie – inklusive kundenseitig integrierter Fremdsysteme – Wartungspläne angelegt werden und deren Durchführung verwaltet werden. „Das Anlegen der Pläne ist natürlich der erste Schritt“, weist Sebastian Glitsch auf die Einstiegshürde hin. „Auf Wunsch können wir diese Aufgabe auch übernehmen, Hauptsache ist, es wird gemacht, weil: eine gut geplante Wartung ist von essenzieller Bedeutung für die Anlagenverfügbarkeit.“

Reaktionszeiten als Entscheidungskriterium bei der Wahl des Wartungsvertrages

Auch für die Frage, wer die Wartung letztlich durchführt, gibt es unterschiedliche Modelle: Für Anlagenbetreiber, die ihre hauseigene Service-Abteilung schlank halten wollen, bietet ANS ein abgestuftes Programm von Wartungsverträgen an, die sich vor allem in den Reaktionszeiten für Vorort-Einsätze oder Teile-Lieferungen unterscheiden. „Für welche Optionen sich der Anlagenbetreiber entscheidet, ist letztlich auch hier wieder eine Frage des angestrebten Verfügbarkeitsgrades“, nennt Sebastian Glitsch das entscheidende Auswahlkriterium. Wichtig für einen schnellen Vorort-Service: mit dem Standort im hessischen Limeshain kann der Systemlieferant von einer zentralen Position aus in Deutschland und den angrenzenden Ländern agieren.

Unabhängig vom Wartungsvertrag bietet die Hotline von ANS schnelle Hilfe, und das nicht nur bei Störungen: „In vielen Fällen wird Support für beispielsweise Produktumstellungen benötigt“, berichtet Sebastian Glitsch aus der täglichen Praxis, „in manchen Betrieben können bis zu zehn Umrüstungen durchaus an der Tagesordnung sein. Da gibt es dann schon bisweilen Nachfragen, ob das vorhandene Werkzeug zum Bestücken passt oder der Feeder für das Bauteil geeignet ist.“

90 Prozent aller Hotline-Anrufe ´auf dem kleinen Dienstweg´ lösbar

Insgesamt elf Techniker sorgen bei ANS dafür, dass jederzeit ein Ansprechpartner über die Hotline erreichbar ist. Jeder von ihnen hat neben einem umfassenden grundsätzlichen Know-how spezielles Schwerpunktwissen. Sebastian Glitsch weist stolz darauf hin, dass das Techniker-Team zusammenaddiert, rund 90 Jahre Erfahrung mit SMD-Fertigungssystemen repräsentiert: „Das ist ein entscheidender Aspekt für die Qualität des Supports: Durchschnittlich fast 90 Prozent aller Anfragen oder Störungsmeldungen können kurzfristig entweder telefonisch oder in einer Online-Sitzung gelöst werden!“

Während früher eine Hotline-Telefonnummer den schnellen, direkten Kontakt zum Service-Team versprach, sind heute in der Industrie Ticket-Systeme gang und gäbe. Abgesehen von der anonymisierten Kontaktaufnahme gibt es einen weiteren großen Nachteil: In der Regel hat der Hilfesuchende Totzeiten im Antwortverhalten, während derer die Anrufer im Unklaren darüber bleiben, wann Hilfe in Sicht ist. Nicht so bei ANS, darauf legt Sebastian Glitsch großen Wert: „Bei uns kommt der Anrufer immer direkt beim Techniker an.“

Mann schaut auf einen Schaltplan am Bildschirm
Dank langjähriger Erfahrung können die Techniker von ANS fast 90 Prozent der auf der Hotline eingehenden Support-Anforderungen kurzfristig und remote lösen (Bild: ANS Answer)

Im Worst Case kann durch Aufstellen einer Ersatzmaschine weiter produziert werden

„Wir hatten natürlich auch schon einen Fall von komplexen Fehlfunktionen, die weder telefonisch noch vor Ort von unserem Techniker vor Ort kurzfristig zu analysieren waren“, berichtet Glitsch. „Wenn gar nichts hilft, stellen wir auch schon mal eine Ersatzmaschine hin, bis die Probleme ausgeräumt sind“, beantwortet Sebastian Glitsch die Frage, wie es in solchen Fällen weitergehen kann. „Das ist zwar ein nicht unerheblicher Aufwand, aber das macht eben den Unterschied, den unsere Geschäftspartner an uns schätzen.“

Erfahren Sie demnächst, wie das passend ausgerüstete Democenter dabei geholfen hat, Anwender von Maschinen in Zeiten von Pandemie und Reiserestriktionen in Video-Live-Sessions zu überzeugen.

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