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Der Cluster Mechatronik & Automation ist das bayerische Netzwerk für den Austausch technologischen und organisatorischen Know-hows in Mechatronik und Automation. (Bild: Pixabay)

Betrachtet man den aktuellen Stand, kommt Johann Schenkl, Clustermanager Ostbayern, für den Cluster zu folgender Einschätzung: „Industrie 4.0 ist noch nicht zu 100% bei den EMS-Herstellern angekommen. Ebenso wenig ist bei Industrie 4.0 – Stand heute – das Ende des Veränderungsprozesses erreicht.“ Dabei, so Schenkl, böte die Idee des Vernetzens über die gesamte Wertschöpfungskette – von der Entwicklung über den Einkauf von Bauteilen und die Produktion bis hin zum Service – ein hohes Zukunftspotenzial für die einzelnen Unternehmen. Aktuell werde zwar der Datenaustausch (wired wie auch wireless IOT) zum Verbinden der Maschinen in hohem Maße praktiziert. Die Over-all-Kommunikation, also auch inklusive Einkauf und Service, habe bisher ein niedriges Level. Sie sei aktuell eher auf Daten wie Stückzahlen und Fehlerquoten limitiert. Die Losgröße 1 und die damit verbundene hohe Variantenzahl sei eigentlich ein „Feind der Automation“. Dinge wie adaptive und vernetzte Fertigung (less on stock) könnten hier helfen. Und letztendlich machten KI/AI Informationen in hohem Maße vernetzt nutzbar und lieferten damit die Basis für neue Optimierungen.

Welche Ansprüche EMS-Hersteller an Industrie 4.0 stellen

Für EMS-Hersteller resultieren daraus – im Kontext zu aktuellen Marktentwicklungen – pragmatische Ansprüche an Industrie 4.0. Trotz großer Produkt- und Variantenvielfalt benötigen EMS-Hersteller zukünftig verlässlichere Vorhersagen von der Beschaffung bis zum Service für bereits in der Entwicklung befindliche Produkte. Dies trägt dazu bei, Qualität und Ausstoß bei wachsender Variantenvielfalt zu steigern. Der komplette, produktbegleitende Datenfluss (Kennzeichnen – Erfassen – Daten sammeln – Daten verknüpfen – Daten auswerten – Ergebnisse in den Prozess zurückspielen) entfaltet sein Potenzial dann, wenn er zu „99,9%“ durchgängig ist. Erst auf dieser Basis kann ein Unternehmen optimal planen. Dabei sollten Technologien wie Software(KI/AI), Virtual Reality (VR) und Robotic (Co-Robots) den Menschen unterstützen und deshalb frühzeitig in Betracht gezogen werden. „Manufacturing supports customers flexibility“ hilft darüber hinaus, die Komplexität der Aufgabenstellung aufzulösen und beherrschbarer zu machen. EMS-Hersteller müssen sich mit diesen Technologien und Möglichkeiten vertraut machen, um sie dann in die Unternehmensprozesse zu integrieren.

Was leistet das CMA?

Die Mitglieder des Clusters Mechatronik & Automation zeigen mit ihrer breiten Subtechnologie-Range, welche Lösungen in einem Industrie 4.0-Ansatz zusammenspielen können und sollten. Dazu netzwerken und kooperieren die Unternehmen intensiv, u.a. auf Messegemeinschaftsständen, zum Beispiel auf der SMTconnect und in Cluster- bzw. Branchentreffs. In Workshops und der Mechatronikakademie werden die aktuellen Themen praxisnah aufbereitet – über die komplette Prozesskette, von der Entwicklung und Beschaffung über den Fertigungsprozess bis zum Service.

Johann Schenkl

Johann_Schenkl
(Bild: Cluster Mechatronik & Automation e.V.)
Clustermanager Ostbayern, Cluster Mechatronik & Automation

(pg)

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