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Das neue 3700 m² große Headquarter hat Fuji Europe in einer Rekordzeit von 349 Tagen – also knapp einem Jahr – erbaut. (Bild: Fuji Europe)

Japan war schon immer ein Land, welches die Menschen durch seine Schönheit fasziniert. Viele Orte und Tempel haben ihre mystische Aura bis in die Neuzeit bewahrt und stehen im Gegensatz zu dem modernen Lebensstil des heutigen Japans.

Dass sich Tradition und Moderne in Japan nicht ausschließen, stellt Fuji Europe Corporation mit dem neuen Firmengebäude unter Beweis. Modernste Gebäudeautomation, gepaart mit Photovoltaikanlagen auf dem Dach stehen im Einklang mit erlesenen Materialien für das futuristisch anmutende Gebäude, das komplett auf Holz verzichtet. Konzipiert und baulich umgesetzt wurde es vom Generalunternehmen Takenaka Europe, Tochter der seit 1973 in Düsseldorf ansässigen Tochter der Takenaka Corporation.

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Viel Licht und Raum: Der Eingangsbereich demonstriert eine Leichtigkeit mit Wohlfühlfaktor und zeigt, dass an erlesenen Materialien nicht gespart wurde. Fuji Europe

Erfahren im Balanceakt von Tradition und moderner Baukunst weist der nach eigenem Bekunden Japans älteste Architektur-, Ingenieur- und Baukonzern eine über 400-jährige Tradition auf. Eine große Anzahl an Japans bekanntesten Sehenswürdigkeiten und zahlreichen Bauwerken in Europa hat das japanische Unternehmen bereits realisiert.

Europazentrale von Fuji setzt Zeichen

Steht man vor dem Gebäude, blickt man unweigerlich auf die imposante, leicht vornüber fallende Glasfront. Die Architektur erlaubt einen großzügigen Blick in das lichtdurchflutete Foyer. Mit etwas Phantasie erkennt man, was der Inspiration als Grundlage diente: ein Adler, der sich anschickt, mit großer Eleganz in den Himmel zu schweben. Das mit dem Bau beauftragte Architektenteam hat beim Gebäudedesign einen Greifvogel nachgeahmt. Im erweiterten Sinne symbolisiert es Aufbruch, Standfestigkeit, solide Positionierung, Progressivität, Stärke und Offenheit. Zweifelsohne hatten die Architekten mit der besonderen Gestaltung die Harmonisierung des Menschen mit seiner Umgebung zum Ziel. Das Gebäude verfügt indes über große, durchaus japanisch anmutende Freiflächen wie etwa der Steingarten im Patio. Die großen Glasfronten sorgen für viel Tageslicht in den Büros und Produktionsbereichen.

Fuji Europe: Standort-Einweihung in Kelsterbach mit Technologietagung

Die Takenaka-Architekten ließen sich beim Gebäudedesign von einem Greifvogel inspirieren. Im erweiterten Sinne symbolisiert es unter anderem passenderweise Aufbruch und Progressivität. Marisa Robles

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Glücklich über die gelungene neue Europazentrale: Kikuo Kondo (l.) und Klaus Gross (m.) von Fuji Europe sowie die Mitarbeiter von Takenaka Katsutoshi Takao (2.v.l.), Keiji Hayashi (3.v.l.), Masayuki Takinami (2.v.r.) und Akiko Shirota (r.). Marisa Robles

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Das Gebäude verfügt über große, durchaus japanisch anmutende Freiflächen wie etwa der Steingarten im Patio. Marisa Robles

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Nobuyuki Soga, President & CEO von Fuji Corporation, erläuterte in seiner Eröffnungsrede die Wichtigkeit des neuen Standortes von Fuji Europe für die weitere strategische Ausrichtung des Unternehmens in Europa. Marisa Robles

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Klaus Gross (3.v.l.) versäumte es nicht, sich im Rahmen der Einweihungsfeierlichkeiten die Key-Mitarbeiter vorzustellen und sich bei ihnen zu bedanken (v.l.n.r.): Kikuo Kondo (Ass. General Manager/Business Coordinator), Stefan Janssen (Ass. General Manager), Tibor Asztalos (Managing Director of Fuji Europe, Hungaria), Gheorghe Mihai (Operations Manager of Fuji Europe, Romania), Stefan Mangold (Spare Parts Manager), Sascha Frieling (Manager Customer Process Support), Sofia Fountoukidou (Marketing Expert), Klaus Kölbel (Sales Manager), Takuya Narukawa (Technical Adviser), Michael Kwaschik (Service Manager), Takuya Sakagami (Technical Adviser), Konstantin Dukas (Order Processing Manager) und Nicole Prätorius (Financial Manager). Marisa Robles

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Während der zweitägigen Technologietagung gab es auch eine Vorführung der neuesten NXT-Bestückplattform in der SMT-Linie im Demo-Center. Marisa Robles

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Festes Ziel vor Augen (v.l.n.r.): Kikuo Kondo, Klaus Gross und Stefan Janssen wollen die Marktpräsenz von Fuji Europe paneuropäisch auch weiterhin zügig ausbauen. Marisa Robles

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Bewegender Moment des Kagami-Wari-Zeremoniels (v.l.n.r.): Fuji-President Nobuyuki Soga, Kelsterbachs Bürgermeister Manfred Ockel, Klaus Gross und Stefan Janssen zerbrachen mit Bambus-Holzhammern und festen Schlägen den Holzdeckel eines großen Sake-Fasses. Marisa Robles

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Nachdem das Sakefass geöffnet wurde, wurde der Sake mit einer Schöpfkelle aus Bambus in traditionelle Holzkästchen aus Zypressenholz als Trinkgefäße gefüllt. Marisa Robles

In nur 349 Tagen wurde die neue Europazentrale in Kelsterbach hochgezogen. Dort sind 1500 m² Bürofläche entstanden. Mit großem Enthusiasmus wurde denn auch der 3700 m² große Neubau auf einer 10.000 m² großen Baufläche eingeweiht. Das recht groß gewählte Grundstück lässt noch weitere Expansionsmöglichkeiten zu. Als Besonderheit gilt das Demo-Center, das sich mit beweglichen Glaspanels beliebig erweitern und verkleinern lässt. Für Klaus Gross steht außer Frage, dass der Neubau ein ganz besonderer Meilenstein ist: „Für die neue Firmenzentrale haben wir in den letzten 15 Jahren gekämpft. Die Penetranz und Ausdauer haben sich gelohnt und für alle unsere Kunden ist dies ein wichtiges Zeichen, dass Europa auch für die japanische Mutter ein ganz wichtiger Markt ist.“ Auch die Wahl auf den Ort Kelsterbach kommt nicht von ungefähr: „Kelsterbach, die Stadt im Herzen des Rhein-Main-Gebietes, bietet die besten Voraussetzungen für die Marktentwicklung in Zentral- sowie Osteuropa, Afrika, Russland und dem Nahen Osten. Auch logistisch ist der Standort perfekt gewählt“, schwärmt der Geschäftsführer von Fuji Europe Corporation, der mit dem Standort noch mehr verbindet: „Mit Kelsterbach kehren wir zu unseren Wurzeln zurück, da Fuji hier in den Jahren 1985 bis 1992 ein kleines Büro betrieben hat.“ Im Zuge der strategischen Neuausrichtung des Mutterkonzerns hat sich man sich zum 15. April 2018 einen neuen Namen gegeben und firmiert jetzt als Fuji Europe Corporation.

Dreimal „Zero“ als strategische Ausrichtung

In Form, Funktion und Funktionalität etablierte Maschinen neu zu konzipieren und auch stetig weiterzuentwickeln und die Leistungsfähigkeit kontinuierlich auf die Bedürfnisse der Anwender und Märkte zu optimieren – das hat sich Fuji Machine Europe seit 1992 auf die Fahne geschrieben. Kein Wunder also, dass der japanische Mutterkonzern in diesem Jahr auf eine 60-jährige Erfolgsgeschichte zurückblicken kann. Auch weiterhin will das Unternehmen sein Image als kompetenter Partner und weltweit agierendes Unternehmen festigen, weshalb Gross zuversichtlich anmerkt: „Neben langjähriger Erfahrung im Maschinenbau und in der Bestücktechnologie ist der Konzern nun soweit den Geschäftszweig Robotic Solutions weiter zu verfolgen.“ Neue Technologien zur Automatisierung in Hinblick auf Industrie 4.0 & IIoT beflügeln die weitere strategische Ausrichtung mit Kooperationspartnern und neuen Robotic-Lösungen für künftige Logistik-Anwendungen. Die eigenen, teils ambitionierten Zukunftsvisionen umreißt Klaus Gross pragmatisch mit den drei Schlagwörtern „Zero Defect“, „Zero Down-Time“ und „Zero Operator“.

Den Erfolg und gleichzeitiges Alleinstellungsmerkmal sieht Fuji Europe vor allem darin begründet, dass sich die Produktionswerke für Maschinen- und Bestückautomaten akkurat ergänzen. Startete das japanische Unternehmen 1959 als Hersteller von Werkzeugmaschinen für den Automobilhersteller Toyota, so werden heute 90 Prozent des Umsatzes mit Bestückautomaten generiert. NXT, Aimex und Smart-Fab sind nun die aktuellen Bestückplattformen, parallel dazu hat der japanische Hersteller von Elektronikfertigungs-Equipment auch Schablonendrucker im Programm. Mit Smart-Fab schickt Fuji Europe ein völlig neues Maschinenkonzept für die Backend-Automation ins Rennen. Die modular aufgebaute Arbeitszelle eignet sich für viele Anwendungen wie etwa in der Leistungselektronik, der MID-/3D-Bestückung, aber auch für die radiale und axiale Bestückung inklusive Cut and Clinch. Durch ihre Modularität ist sie sehr flexibel einsetzbar. Transporteinheiten und Zuführungen, Prozess- und Bestückköpfe, Kamerasysteme und Greifervarianten lassen sich je nach Anforderung und Bedarf zusammenstellen. Das wird möglich, weil alle Komponenten mit Intelligenz bestückt sind und völlig unabhängig voneinander während des Prozesses mit der Maschinenbasis interagieren können.

Fokus auf Materiallogistik

Über die Jahre wurde vor allem an der Prozessoptimierung entlang der SMT-Linie gearbeitet. Im Zuge der zunehmenden Digitalisierung erweitert sich der Aktionsradius erheblich. Vernetzte, sich selbst organisierende Produktion, hochautomatisierte Anlagen und intelligente plug-and-produce-fähige Maschinenkomponenten sind nicht nur Kernthemen, sondern die Zukunft der Elektronikfertigung. Immer mehr im Fokus steht daher die rasche und flexible Materiallogistik hin und auch weg von der Fertigungslinie. „Technologisch wird sich im Umfeld der Bestückautomaten einiges verändern wie etwa in der Logistik und Materialbereitstellung, sowie in der Automatisierung der Wartungsarbeiten“, ist sich Klaus Gross sicher.

Vorausschauend hat sich der japanische Bestückautomatenhersteller beim Hersteller von Lagersystemen mit Trocknungsfunktionen, Tower-Factory, anteilig eingekauft, um künftig auch an der Optimierungsschraube bei der Materiallogistik drehen zu können. Kommunikationsschnittstellen und ein sauberer Austausch der Materialverbräuche und Materialbestände sind für eine effiziente Elektronikfertigung unabdingbar. Auf der Messe SMT Hybrid Packaging 2018 zeigte Fuji Europe anschaulich, wie diese auch mit Unterstützung von AIVs (automated intelligent vehicles) aussehen kann. Parallel dazu wird sich die Software-Landschaft an die neue Logistik-Umgebung anpassen und die verschiedenen Maschinenanbieter miteinander verknüpfen. Damit mutiert der klassische Maschinenbauer auch zum Software-Spezialisten – vor allem in Hinblick auf Predictive Maintenance. Durch die vernetzte Produktionsumgebung und in Echtzeit generierte Daten ist es möglich, Zustandsdaten aus Maschinen zu gewinnen und so Anlagen proaktiv zu warten.

Smart Factory all over

Wenn alles gelingt, wird es produktionsseitig möglich, einen Techniker mit der Behebung eines Problems zu beauftragen, noch bevor es entsteht. Denn: Nur wenn Anlagen, Maschinen und Prozesse einwandfrei funktionieren, können wirtschaftliche Ziele erreicht werden. Damit kommt Klaus Gross seinem selbstgesteckten Ziel der „Drei Zero“ ziemlich nah. Fuji Europe sieht sich denn auch als Pionier von Industrie 4.0: Traceability-Konzepte hatte der Maschinenbauer bereits im Portfolio, als Mitstreiter sich noch schwer taten, die Spannweite von Traceability überhaupt zu definieren.

„Mit Sicherheit sind diverse Industrie-4.0-relevante Features für EMS-Unternehmen von großer Wichtigkeit. Um die bedarfsgerechte Umsetzung kümmern wir uns intensiv gemeinsam mit unseren Kunden. Bereits in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind unsere Kunden in High-Tech-Parks mit unseren Linien eingezogen und haben notwendige Features zum Teil umgesetzt“, erläutert er. Weiteren Handlungsbedarf sieht er ebenfalls: „Was wichtiger zu bedenken gilt ist, dass EMS-Unternehmen den Faktor „time to market“ verstärkt berücksichtigen müssen, um weiterhin wettbewerbsfähig bleiben zu können.“ Fuji Europe bietet hierfür unter anderem flexible Rüstkonzepte, schnelle Bestückkopfwechsel und Neukonfigurationen der gesamten Linie genauso wie parallel zur Produktion laufende Wartungen und flexible Software-Tools, um die Wochenproduktion effektiver gestalten zu können.

Die Rückverfolgbarkeit und auch die Vernetzung der Produktion machen Standardisierungen notwendig. Hier sieht Gross eine große Aufgabe auf alle Anlagen- und Maschinenbauer zukommen. Fuji Machine ist im engen technologischen Austausch zu Forschungsinstitutionen wie der Universität Erlangen-Nürnberg/Lehrstuhl FAPS, der Technischen Hochschule Nürnberg, der TU Dresden sowie dem VDMA/OE-A, aber auch dem Fraunhofer IZM. Parallel dazu ist das Unternehmen auch Gründungsmitglied des Verbands Smart Electronic Factory (SEF) und Mitglied der Pulse-Community von Asys.

Standardisierungsbestrebungen vorantreiben

Der Mutterkonzern Fuji Corporation ist aktives Mitglied des größten asiatischen Vereins Japan Robot Association (Jara). Zum Frühjahr 2018 wurde ein hochmodernes und umfassendes ELS-Kommunikationsprotokoll als Standard Jara 1014/„Semi A1 HC vorgestellt. Es bietet nicht nur eine Transferfunktion, um die Produkte selbst und ihre Daten zwischen verbundenen Maschinen zu übergeben, sondern es erfüllt auch die Voraussetzungen für die Kommunikation genereller Art, zum Beispiel um Informationen zu Maschineneinstellungen und Prozessrückmeldungen zwischen den verbundenen Maschinen der gesamten Fertigungslinie auszutauschen.

Der Standard ermöglicht es Benutzern, ein Produktionssystem frei zu erstellen, Informationen stets zu verwalten und die kurzfristige Unterstützung der variablen Mix- und Mengen-Produktion. Darüber hinaus kann „SEMI A1 HC“ für die Kommunikation zwischen einem Hostrechner und den Maschinen verwendet werden. Welche Vorteile der Standard in der Praxis bietet, davon kann sich der Kunde im Demo-Center an der mit Partnern aufgebauten Demolinie überzeugen: „Hier können sich Kunden und Interessierte über Industrie 4.0 und weitere Automatisierungen informieren. Wir haben die neuesten Technologien und freuen uns diese vorzuführen.“

Einweihung im Rahmen der Technologietage

Der neue Standort in Kelsterbach mit Neubau und die neue Namensgebung sollen als Basis für den weiteren Erfolg dienen, weshalb Fuji Europe zur Einweihung des neuen Standortes einlud. Den Rahmen hierzu bildete eine zweitägige Technologietagung, die unter dem Motto „All about smart factory“ stand. Die Vorträge bildeten daher die Wertschöpfungskette der SMT-Fertigung ab, die sowohl von Referenten aus dem eigenen Haus als auch von Asys, Christian Koenen, Koh Young, Wilo, Zestron und von den Forschungshochburgen Fraunhofer IZM sowie Fraunhofer ISIT und FAPS bestritten wurden. Als Gastreferentin wurde Nicola Fritze eingeladen. Eloquent und unter reger Einbindung des Publikums legte sie in ihrem Vortrag „Einfach machen“ anschaulich dar, wie sich der Alltag positiver gestalten lässt.

Die Teilnehmer hatten Gelegenheit, den lichtdurchfluteten Neubau mittels Rundgang kennenzulernen. Auch konnten sich die Teilnehmer im Demo-Center von den jüngsten Bestückplattformen Aimex und NXT überzeugen, die per Liveschaltung auf die Leinwand der Konferenz übertragen wurde. Nach den einleitenden Worten von Klaus Gross erläuterte Nobuyuki Soga, President & CEO von Fuji Corporate, in seiner Eröffnungsrede die Wichtigkeit des neuen Standortes von Fuji Europe für die weitere strategische Ausrichtung des Unternehmens in Europa.

Für Klaus Gross und sein 79 Mitarbeiter umfassendes Team war sicherlich die Zeremonie Kagami-Wari ein bewegender Moment. Das Ritual spielt in Japan eine ganz bedeutende Rolle, da es als ein Zeichen für Erneuerung oder Neuanfang steht. Fuji-President Nobuyuki Soga, Klaus Gross, Stefan Janssen (Assistant General Manager von Fuji Europe) und Kelsterbachs Bürgermeister Manfred Ockel zerbrachen mit Bambus-Holzhammer und festen Schlägen den Holzdeckel eines großen Sake-Fasses. Nachdem das Sakefass geöffnet wurde, wurde der Sake mit einer Schöpfkelle aus Bambus in traditionelle Holzkästchen aus Zypressenholz als Trinkgefäße gefüllt. Durch das Holz solle der Reiswein zusätzlich ein besonderes Aroma entfalten, ergänzte Kikuo Kondo, Assistant Manager von Fuji Europe. Mit dieser Zeremonie wurde eine neue Dekade von Fuji Europe Corporation an dem neuen Standort eingeleitet, freut sich Gross: „Dieser Moment war für uns als Fuji Europe einzigartig.“

Ausblick für 2019

Wie wird sich der hiesige Markt in Deutschland und Europa Ihrer Ansicht nach entwickeln? Worauf müssen wir uns gefasst machen? Welche Stellhebel gilt es daher zu bewegen? Für Klaus Gross, Geschäftsführer von Fuji Europe, zeichnet sich eine leichte Verlangsamung des seit Jahren schon prosperierenden Marktes für Elektronikfertigung ab: „Der Markt in Deutschland und Europa wird sich im Jahr 2019 technologisch weiterentwickeln und die zuvor beschriebenen Technologien Schritt für Schritt umsetzen. Das Marktpotenzial wird sich auf hohem Niveau halten, jedoch erwarte ich keine gravierenden Zuwächse beziehungsweise habe ich keine speziellen Wachstumsprognosen. Die Technologien, die durch Automotive und EMS getrieben sind, werden sich speziell durch das autonome Fahren, HEVs und den E-Autos verändern. Alternative Antriebskonzepte erfordern das Verarbeiten neuer Bauteilgeometrien und flexible Zuführmodule. Für beides ist Fuji in der Zukunft gut gerüstet.“

 

Marisa Robles

Marisa Robles
Marisa Robles
Chefredakteurin Productronic

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