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Das Basic Line•3D ist ein AOI-System zur manuellen Beladung und flexiblen Aufnahme unterschiedlicher Leiterplatten, wodurch es sich insbesondere für Elektronikfertiger im Bereich für high-mix/low-volume eignet. (Bild: Göpel)

| von Marisa Robles

Das Stand-alone AOI-System „Basic Line“ ist nicht neu, gehört aber zu den stark nachgefragten Inspektionssystemen, die Göpel Electronic im Portfolio hat. Die aktuelle Version mit einem neuem 3D-Kameramodul erlaubt es Elektronikfertigern mit kleinen Losgrößen, künftig auch 3D-Messung und 2D-Inspektion kostengünstig durchzuführen. Das Kameramodul „3D·View Z“ kombiniert eine auf strukturiertem Licht basierende 3D-Messtechnik mit Schrägblick-Inspektion. Beides ist in 360-Grad-Schritten möglich, wodurch maximale Fehlererkennung auch bei schwer einzusehenden Bauteil-Situationen möglich ist.

Das Basic Line·3D ist ein AOI-System zur manuellen Beladung und flexiblen Aufnahme unterschiedlicher Leiterplatten, wodurch es sich insbesondere für Elektronikfertiger im Bereich für high-mix/low-volume eignet. Durch die flexiblen  Konfigurationsvarianten (Schrägblick, Rotationsantrieb, Baugruppengröße) lässt es sich individuell an die jeweiligen Anforderungen anpassen. Ein besonderer Mehrwert des Systems besteht zum Beispiel in der Einsatzmöglichkeit des Systems für die 3D-Lotpasteninspektion.

 

Für bedeutende Zeitersparnis bei der Prüfprogrammerstellung sorgt das Software-Tool Magic Click. Ohne jeglichen Bibliothekseintrag erzeugt es innerhalb weniger Minuten ein fertigungstaugliches Prüfprogramm inklusive Bauteil-Bibliothek. Das baugruppenspezifische Layout wird durch Import und automatische Analyse von CAD-Daten berücksichtigt. Bei der Parametrierung werden reale Prozessschwankungen einbezogen. Insgesamt beträgt die Zeitersparnis bei Prüfprogrammerstellung und Prüfprogrammoptimierung bis zu 80 Prozent, verspricht Göpel Electronic. Damit ist ein Return-on-Investment schon nach kurzer Zeit möglich.

 

Predictive Maintenance für Inline-Röntgensystem

Musste früher eine Produktionsanlage erst ausfallen, bis sie repariert wurde, erkennen heute intelligente Systeme eine Störung noch bevor diese auftritt. Predictive Maintenance – die vorausschauende Wartung – kann daher enorme Kosten sparen. Das hat auch Göpel Electronic erkannt. Das Röntgensystem „X Line · 3D“ erhält in seiner Maschinensoftware eine neue App. Das System erstellt damit vorausschauend nutzungsbasierte Wartungspläne und überwacht sich selbstständig (Preventive/Predictive Maintenance). Eine Selbstdiagnose mit vorausschauendem und vorbeugendem Wartungsmanagement sorgt für stabile Maschinenzustände und wiederholbare, konstante Leistung. Jede Schlüsselkomponente der Maschine wird überwacht und eine detaillierte Wartungsübersicht erstellt. Ein präventiver Wartungsplan reduziert Wartungs- und Maschinenstillstandszeiten und damit auch Kosten.

 

Praktisch muss nicht länger nach zeitlich (wöchentlich/monatlich/jährlich) festgelegten Wartungszyklen gearbeitet werden. Stattdessen werden nutzungsbezogene Werte wie etwa zurückgelegte Achskilometer, getätigte Pneumatikhübe und Strahlstunden der Röntgenquelle überwacht. Diese Werte sind mit einer Warn- und Service-Schwelle versehen. Wird die Warnschwelle überschritten, kann eine vorbeugende Wartung geplant werden.

 

Predictive Maintenance App

Predictive Maintenance – die vorausschauende Wartung – kann enorme Kosten sparen. Göpel

Im Sinne der vorausschauenden Wartung (Predictive Maintenance) wird zudem die Stromaufnahme der Achssysteme überwacht. Eine gestiegene Stromaufnahme hängt meist mit einem erhöhten Reibwert der Achs-Mechanik zusammen. Bei einem zeitlich festgelegten Wartungszyklus würde das unter Umständen zu spät erkannt werden. Durch die gezielte Überwachung können jedoch rechtzeitig Wartungsmaßnahmen eingeleitet werden. Das bisherige Service-Heft mit Wartungsplan und Protokoll wird mit der neuen App vollständig digitalisiert. Das sorgt für mehr Transparenz und ermöglicht die gleichzeitige Überwachung mehrerer Maschinen auf einen Blick. Somit werden Wartungen besser planbar, Ausfallzeiten reduzieren sich. Die neue Service & Wartungs-App ist verfügbar in der Maschinensoftware Pilot Inspect Version 3.4 für das Inline-Röntgensystem X Line · 3D.

 

JTAG/Boundary Scan Controller für den industriellen Produktionseinsatz

Ebenfalls bewährt hat sich die Scanflex-Suite. Mit der „Scanflex II Blade 4 RMXX“ gibt es eine neue Serie von Produkten der JTAG/Boundary-Scan-Controller-Plattform Scanflex II. Die Controller schaffen Zugriff auf die im Prüflings-Schaltkreis eingebetteten Instrumente, um komplexe Boards mit stark reduziertem physikalischem Zugriff zu testen und zu programmieren. Das Tool bildet eine einheitliche Steuerplattform mit bis zu 12 unabhängigen, echt parallelen Test Access Ports (TAP). Die Controller sind direkt als 19 Zoll großer 1HE-Einschub konzipiert und somit insbesondere für den industriellen Produktionseinsatz geeignet.

 

Je nach Konfiguration enthält das SFX II BLADE 4 RMxX parallel ansteuerbare Einfach-, Zweifach- und Dreifach-Lösungen. Durch ihre multifunktionale Architektur bietet „Scanflex II Blade 4 RMXX“ fast unbegrenzte Möglichkeiten, alle Technologien, inklusive Mixed-Signal-Tests, flexibel und mit höchster Performance auf nur einer Plattform zu kombinieren. Die Controller bieten je nach Ausführung 4, 8 oder 12 TAPs für bis zu 100 MHz, sowie programmierbare, multifunktionale 64 Kanal I/O-Mixed-Signal-Einheiten. Dadurch gelingt die synchronisierte Ausführung von Embedded-Test-, Debug- und Programmier-Operationen via Boundary-Scan (IEEE1149.x), Prozessor-Emulation, Chip-integrated-Instruments oder dem Embedded-Diagnostics-Verfahren.

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Mit der „Scanflex II Blade 4 RMXX“ gibt es eine neue Serie von Produkten der JTAG/Boundary-Scan-Controller-Plattform Scanflex II. Göpel

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Juliet ist ein professionelles JTAG/Boundary-Scan-Prüf- und Programmiersystem Göpel

Durch die geringe Einbauhöhe von 1HE und der Multi-Slot-Struktur lassen sich bis zu drei Controller auf geringem 19-Zoll-Raum konfigurieren und parallel betreiben. Diese Skalierbarkeit ermöglicht in der Produktion hohe Durchsatzsteigerungen durch simultane Ausführung einer Vielzahl unterschiedlicher Test-Projekte. Die Kombination mehrerer Controller zusammen mit der JTAG/Boundary-Scan-Softwareplattform „System Cascon“ erlaubt den asynchronen Test und die Programmierung multipler Targets unter Einsatz eines zentralen Steuer-PCs. Durch eine Vielzahl spezieller Erweiterungs- und Konfigurationsfeatures ist die „Scanflex II Blade 4 RMXX“ darüber hinaus auch bereits für zukünftige Embedded-Technologien zum Testen, Validieren, Debuggen und Programmieren gerüstet.

 

Neuer Desktop-Tester Juliet 3

Mit dem Ziel, das elektrische Prüfen und Programmieren in der Elektronikfertigung noch schneller und flexibler zu gestalten, hat Göpel Electronic das System „Juliet“ in die dritte Generation geführt. Die neue Series 3 bietet nun unter anderem Strom- und Spannungsmessung, Entladefunktion sowie uneingeschränkte Nutzung der Emulationstechnologie Vario Tap. Juliet ist ein professionelles JTAG/Boundary-Scan-Prüf- und Programmiersystem. Das kompakte Auftischgerät vereint die gesamte Systemelektronik mit der Prüflingsadaption. Kurzschlüsse und Leitungsunterbrechungen werden mit Juliet einfach erkannt, externe Schnittstellen und Anwendungen werden auf ihre Funktion überprüft. Ebenso kann das System die Prüflinge schnell programmieren und kalibrieren. Dadurch eignet sich Juliet sowohl für Prototypen-Entwicklung als auch Elektronikfertigung im unteren bis mittleren Volumenbereich.

 

Die Juliet Kontrolleinheit verifiziert während des Tests und der Programmierung alle Stromzuführungen und deaktiviert diese sofort bei nutzerdefiniertem Fehlverhalten. Während des Tests und der Programmierung werden alle Versorgungsspannungen konstant verifiziert und bei Nutzerdefiniertem Fehlverhalten sofort deaktiviert. Eine neu entwickelte Entladeschaltung entlädt den Prüfling vor und nach dem Test. Damit werden sämtliche Produktionsanwendungen von der einfachen Testausführung bis zum kompletten Reparaturplatz mit deutlich mehr Sicherheit in der Prüflingsversorgung ausgeführt. Durch eine Erweiterung in der Hardware ist es möglich, die sogenannte Vario-Tap-Technologie nun in vollem Umfang mit Juliet zu nutzen. Vario Tap greift via JTAG, BDM, PIC, SWD oder SBW auf Prozessoren zu und nutzt deren integrierte Strukturen für Test und Programmierung in hoher Geschwindigkeit.

Marisa Robles

Marisa Robles
Chefredakteurin Productronic, nach Vorlagen von Göpel electronic

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