Klein-Computer mit Raspberry-PI-CPU in verschiedenen Ausführungen.

Die RPI-Boxes (von links nach rechts): RPI-Box mini, RPI mit Erweiterungsboard und RPI-Box nach Wunsch. (Bild: Mass)

| von Gunnar Knuepffer

Häufig werden für Aufgaben in der Gebäudetechnik, bei der Verkettung von Produktionsmaschinen oder zur Übertragung von Messdaten Kleincomputer eingesetzt. Hierfür ist ein IPC mit der Raspberry Pi-CPU besonders geeignet, weil er robust, klein und sehr preisgünstig ist. Aus zahlreichen  Betriebssystemen kann je nach vorhandener Software-Infrastruktur das am besten geeignete ausgewählt werden. Auch die gängigen I/O-Funktionen sowie Übertragungs-Techniken und Schnittstellen sind durch vorhandene Module realisierbar. Dazu kommen viele Werkzeuge und Anwenderprogramme, die im Internet beschrieben sind, auf dem „Raspi“ laufen und die Software-Entwicklung vereinfachen und beschleunigen.

Für diese Aufgaben entwickelte Mass Embedded RPI-Boxes (ohne Bedien- & Anzeige-Ebene), die zur Installation im Schaltschrank oder vor Ort montiert werden. Daneben entstanden RPi-07″, RPI-10″ und RPI-15,6″, drei industrielle Klein-PCs mit Multitouch-Display (wide screen) und Zehn-Finger-Bedienung, die als freistehende oder als Fronttafel-Einbaugeräte einsetzbar sind. Der Scheckkarten-große Raspberry-PI-Prozessor ist in den neuesten Versionen 3B+ und 4B wählbar. Die CPU-Karte enthält Schnittstellen für 4 × USB2.0 und 1 × 10/100 MB Ethernet, die als Steckverbinder am Gehäuse zugänglich sind. Weiterhin befinden sich auf der Karte Anschlüsse für HDMI-Monitor, CSI-Kamera, Video/Audio und digitale oder analoge I/O-Pins. Die neueste CPU 4B hat eine 2- bis 3-fache Verarbeitungsgeschwindigkeit, größere Speicher, ein volles Gigabit-Netzwerk und Power over Ethernet.

Alle Computer können mit einem Erweiterungsboard bestückt werden, um zusätzliche Aufgaben zu übernehmen (Echtzeituhr mit Batterie, RS232, DIO, CAN-Modul oder RFID); die I/Os sind grundsätzlich opto-entkoppelt. Weitere Varianten sind auf Anfrage möglich. Die RPi-Box wird mit Haltewinkeln oder einer Schnappvorrichtung für 35-mm-Tragschienen geliefert, während die Display-Versionen beim Einbau in Fronttafeln mit einer Klammer gehalten oder als freistehende Geräte mit Tragarm oder Standfuß bestückt werden.

Sämtliche Systeme haben ein solides Metallgehäuse, ein industrielles Netzteil mit 9 bis 36 VDC (andere Eingangsspannungen auf Wunsch); sie haben frontseitig die Schutzart IP65, rückseitig IP54 und laufen im rauen 24/7-Betrieb bei 0 bis 50 °C. Vielfach werden diese lüfterlosen Systeme für Kommunikations- und Steuerungsaufgaben sowie zur allgemeinen Datenverarbeitung eingesetzt. Sie sind entwickelt und gefertigt in Deutschland und nachlieferbar für mindestens drei bis fünf Jahre.

(neu)

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