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Egal ob portable Geräte wie Smartphones oder stationäre Bildschirme wie Flatpanels – sobald die Sonne darauf scheint ist nichts mehr zu erkennen, trotz satter Farbbrillanz und hohen Kontrastverhältnissen. Schuld daran ist die Lichtbrechung im Luftspalt zwischen dem eigentlichen Display und dem Deckglas. Um diesen Luftspalt und damit die unerwünschten Reflexionen so gut es geht zu minimieren, wurden zwar Herstellungsverfahren entwickelt, jedoch bringt der Trend zu immer flacheren Geräten hohe Herausforderungen mit sich. Damit einher geht auch, dass beispielsweise Mobiltelefone nicht nur dünner werden, sondern die Marketingstrategen selbst Unterschiede im Zehntel-Bereich geschickt vermarkten. Somit muss sich die Herstellung damit auseinandersetzen, minimale Schichten von Ein- bis Zweizehntel Dicke auszufüllen.

Geeignete Dosiertechnik

Vor welchen Herausforderungen steht hierbei die Dosiertechnik? Zum einen sind die verwendeten Vergussmaterialien mit maximal 1000 mPa*s sehr dünnflüssig und würden, je nach Technik der Hersteller, nach dem Auftrag einfach von den Gläsern laufen. Zusätzlich ist es unbedingt notwendig, diese Vergussmaterialien absolut lufteinschlussfrei aufzutragen. Um also den Spalt zwischen Display und Deckglas beziehungsweise Touch-Oberfläche exakt zu definieren, werden umlaufend am Rand Raupen respektive Dämme aus beispielsweise Silikon aufgetragen. Wichtig ist dabei, dass am Übergang zwischen Anfang und Ende der Raupe weder eine Lücke, noch eine Anhäufung von Material entsteht.

Für diesen Produktionsschritt ist die Endloskolben-Dosiertechnik von Viscotec ausgelegt. Mit dem Dispenser 3RD4 ist es möglich, extrem dünne Raupen im benötigten Bereich von etwa 0,08 mm bis 0,25 mm aufzutragen. Diese hochgenaue, pulsationsfreie Kleinstmengendosierung ist gekoppelt mit der Funktion der stufenlosen Geschwindigkeitsreglung. Durch die lineare Abhängigkeit von Dispenserdrehzahl und Dosiergeschwindigkeit können Dosierparameter für saubere Übergänge beziehungsweise Raupenschlüsse auf sehr einfach Weise in der Steuerung hinterlegt werden. Dies geschieht, indem mit ansteigender Dosiergeschwindigkeit der Raupenauftrag begonnen wird und am Ende der Dosierung mit sinkender Dosiergeschwindigkeit der entstandene Keil am Anfang der Dosierung ausgeglichen wird.

Ist der Damm dann ausgehärtet, muss das entstandene Reservoir mit dem Füllmaterial gefüllt werden. Zum Einsatz kommen hier je nach Herstellungsverfahren zum Beispiel Zweikomponenten-Silikone oder auch Einkomponenten-Materialien wie UV-Acrylate. Allen ist jedoch gemeinsam, jegliche Lufteinschlüsse zu vermeiden. Viscotec setzt hierfür verschiedene, dem Material und der benötigten Dosierleistung angepasste Evakuiersysteme ein. Als Beispiel dient hier die Produktaufbereitung Viscotreat-Inline. Diese verfügt über eine separate Steuerung für den Aufbereitungs- und Produktzuführungsprozess und regelt vollautomatisch die Befüllung des Aufbereitungsbehälters, den Vordruck zum nachfolgenden Dispenser, sowie zusätzlich den benötigten und je nach Produkt erlaubten Unterdruck in verschiedenen Stufen, von der Entgasung bei der Befüllung über den anliegenden Unterdruck zur Aufbereitung bis hin zum Unterdruck oder auch atmosphärischen Druck bei längeren Stillständen.

Bedienerfreundlich und inlinefähig

Besonders interessant für die Produktionsbetriebe ist der Umstand, dass dieses System sich auch in eine Produktionslinie einbinden lässt. Praktischerweise ist es daher nicht nötig, beim Nachfüllen des Aufbereitungsbehälters die Produktion zu unterbrechen: Die zum Abziehen des Materials aus dem Behälter eingesetzte Pumpe muss auch bei entgegenwirkendem Vakuum das Material entnehmen können. Kommt ein Zweikomponenten-Vergussmaterial zum Einsatz, müssen beide Komponenten vor dem Mischen separat entgast werden.

Zum Auftragen einkomponentiger Vergussmaterialien eignen sich die Dispenser der RD-Baureihe mit dem Viscotec-eigenen Dosierantrieb ViscoPro-C. Dessen Vorteil liegt darin, dass keine externen Controller mehr nötig sind, da in der direkt am Motor verbauten Elektronik alle Parameter wie etwa der frei definierbare Rückzug, sich direkt programmieren lassen. Die benötigte Menge von immerhin rund 10 ml bei einem 3,5 Zoll großen Display mit einem 0,18 mm schmalen Spalt lässt sich so in wenigen Sekunden meist über Protalsysteme auftragen.

Auch für die Dosierung von Zweikomponenten-Materialien bietet Viscotec mit den ViscoDuo-V-Systemen hochgenaue, prozesssichere Komponenten. Die besondere Dispensertechnik wird hier eingesetzt um das Mischverhältnis exakt einzustellen und aufgrund der viskositätsunabhängigen und ventilfreien Funktionsweise auch dauerhaft sicherzustellen. Zudem bietet die dazugehörende Zweikomponenten-Dosiersteuerung alle nötigen Features zur Prozessüberwachung wie etwa Dosierdruck- und Topfzeitüberwachung.

Andreas Grünfelder

ist für den Vertrieb für Klebstoff und Chemie bei Viscotec zuständig und betreut die Gebiete Bayern und Österreich.

(mrc)

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ViscoTec Pumpen- und Dosiertechnik GmbH

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