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Enge Technologiepartnerschaft für hohe Qualität (v.l.n.r.): Alexander Blum (Produktmanager Selektiv-Lötanlagen von Seho), Vinson G. Foo (Operations Industrial Engineering von Hella) und Markus Hirsch (Vertriebsingenieur von Seho) vor der Seho-Selektivlötanlage Power Select. (Bild: Seho)

Die globale Präsenz in wesentlichen Märkten ist ein zentraler Bestandteil der erfolgreichen Strategie von Hella. Das kommt nicht von ungefähr: Seit der Gründung im Jahr 1899 – und damit seit mehr als 100 Jahren – zählt Hella mit Hauptsitz in Lippstadt zu den Innovationsführern für Fahrzeugbeleuchtung.

Das global aufgestellte, börsennotierte Familienunternehmen ist auf innovative Lichtsysteme und Fahrzeugelektronik spezialisiert und ein wichtiger Partner der Automobilindustrie und des Aftermarkets. Im Bereich Elektronik hat sich Hella weltweit in vielen für das Unternehmen relevanten Produktsegmenten eine marktführende Position aufgebaut. Mit einem Portfolio, das unter anderem komplexe LED-Technologien sowie innovative Elektronikprodukte beinhaltet, bedient Hella zentrale Megatrends der Automobilindustrie. Auch für Hersteller von Spezialfahrzeugen, wie etwa Busse, Caravans, Land- und Baumaschinen entwickelt und vertreibt Hella Licht- und Elektroniklösungen.

Schon in den 1960er Jahren hat Hella mit der Internationalisierung begonnen. 1961 wurde die erste Auslandsfabrik eröffnet, in China ist Hella seit fast 25 Jahren vertreten. Heute ist das erfolgreiche Unternehmen mit über 125 Standorten in rund 35 Ländern weltweit präsent und beschäftigt mehr als 40.000 Mitarbeiter weltweit. „Der hohe Qualitätsstandard unserer Produkte hat für uns oberste Priorität, unabhängig davon, in welchem Werk eine Baugruppe gefertigt wird“, erläutert Vinson G. Foo, Operations Industrial Engineering von Hella in Lippstadt. „Sowohl das Produktionsequipment als auch die Fertigungsprozesse sind international standardisiert und die Prozesstechnologen aus den verschiedenen Werken treffen sich zum regelmäßigen Erfahrungsaustausch, um die Fertigungsstrategie weltweit zu etablieren“, ergänzt er weiter.

Benchmark für Selektivlötanlagen

Beim groß angelegten Benchmark für den Bereich Selektivlöten ging der Blick daher über den deutschen Tellerrand hinaus und global wichtige Aspekte wurden in die Entscheidungsfindung mit einbezogen. Über ein Jahr zog sich der Benchmark, bei dem mit allen namhaften Lötanlagenherstellern intensiv gearbeitet wurde. „Neben qualitativ hochwertigen Lötergebnissen lag unser Fokus beim Benchmark auf einer maximalen Prozess- und Anlagenflexibilität bei möglichst kleiner Stellfläche“, betont Vinson G. Foo.

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Das Dreh- und kippbares Greifersystem sowie unbelotete Miniwellen der Selektivlötanlage Power Selective sichern hohe Flexibilität. Seho

Bei einem Grundflächenbedarf von nur rund 5,5 m² ist die Selektivlötanlage Power Selective von Seho Systems für ein breites Einsatzgebiet ausgelegt: Sowohl Miniwellen-Lötprozesse als auch Multiwellen-Prozesse, bei Bedarf sogar konventionelles Wellenlöten, können mit nur einer Anlage abgedeckt werden. Durch das konsequent modulare Konzept ist die Power Selective zudem jederzeit erweiterbar, um beispielsweise steigende Durchsatzanforderungen zu erfüllen.

Die Selektivlötanlage arbeitet während des Lötvorgangs mit einem präzisen Greifersystem, das die Baugruppen aus dem Anlagentransport entnimmt und nach dem Lötprozess dort sicher wieder ablegt. Auch hier zeigt sich die Flexibilität des Systems: Sowohl automatisch einstellbare Direktgreifer für die Bearbeitung von Leiterplatten als auch Greifer für das Handling von Werkstückträgern können eingesetzt werden. Dieses Konzept bietet den Vorteil, dass die Baugruppen bis zu 360 Grad gedreht und bis 12 Grad gekippt werden können, um auch bei schwierigen Geometrien ideale Lotabrisswinkel einzustellen und damit optimale Lötergebnisse zu erzielen.

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Die innovativen Multidüsen-Tools ermöglichen kürzeste Taktzeiten, da sich alle Lötstellen auf einer Fläche von bis zu 240 mm x 450 mm gleichzeitig löten lassen. Seho

„Im Hinblick auf die Prozesssicherheit und die Kostenstruktur hat dieses System ebenfalls durchaus positive Aspekte“, erläutert Alexander Blum, Produktmanager für Selektivlötanlagen von Seho. „In Miniwellen-Lötprozessen kommen Düsen mit gerichtetem Lotfluss zum Einsatz, die im Gegensatz zu beloteten Düsen verschleißfrei sind und dadurch nicht zu einer unbemerkten Veränderung der Prozessbedingungen führen können. Ganz nebenbei müssen sie weder gewartet noch regelmäßig durch neue Düsen ersetzt werden und tragen damit zur Senkung der allgemeinen Fertigungskosten bei.“ Auch bei Multiwellen-Prozessen ist die Greiferdrehung ein absoluter Pluspunkt, da gedreht oder versetzt angeordnete Mehrfachnutzen mit nur einem Multidüsentool bearbeitet werden können und dadurch geringere Kosten anfallen.

 

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Flexibilität auf Kosten der Taktzeit?

Die Power Selective ermöglicht die Bearbeitung von Baugruppen an sechs Stationen gleichzeitig, wodurch sich maximale Produktionsvolumen erreichen lassen. Dennoch wird die Flexibilität der Anlage nicht beeinträchtigt, da zwei vollkommen unterschiedlich ausgestattete Löteinheiten integriert werden können. So ist es beispielsweise möglich, eine Löteinheit mit bis zu fünf Miniwellendüsen zu bestücken, um fünf Produkte gleichzeitig zu löten, ohne an Flexibilität einzubüßen.

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Maximale Prozesssicherheit: Der integrierte selektive Bürstprozess entfernt zuverlässig anfallende Lotperlen, da die Lötstellenreinigung programmgesteuert erfolgt. Seho

Typisch für die Automotive-Serienfertigung sind hohe Produktionsvolumen bei geringer Typenvielfalt. Hier sichern die produktspezifischen Multidüsen-Löttools der Power Selective kurze Zykluszeiten, da alle Lötstellen auf einer Fläche von bis zu 240 mm x 450 mm gleichzeitig gelötet werden. Das Lötdüsen-Design von Seho sorgt dabei für den optimalen Energietransfer, wodurch auch bei massereichen Baugruppen und anspruchsvollen Geometrien optimale Durchstiege erreicht werden. Durch das spezielle Design wird gleichzeitig die Bildung von Lötbrücken und Lotperlen minimiert, wodurch die hohen Qualitätsansprüche der Hella-Technologen erfüllt wurden. Bei kritischen Produkten oder wenn eine manuelle Lötstellenreinigung nach dem eigentlichen Prozess vermieden werden soll, ist es möglich, ein selektives Bürstsystem in die Anlage zu integrieren. Die Lötstellenreinigung erfolgt dann programmgesteuert und ein zusätzlicher manueller Arbeitsschritt kann entfallen.

Sowohl die produktspezifischen Löttools für Multiwellen-Prozesse als auch die verschiedenen Miniwellen-Lötdüsen sind schnell wechselbar. Der Düsenwechsel oder auch Wartungsarbeiten können „on-the-fly“ erfolgen, wodurch Produktionsstillstandszeiten auf Null reduziert werden.

Selektivlötanlage: Sichere Prozessbedingungen

„Mit Blick auf die Produktqualität ist die umfassende, automatisch gesteuerte Prozesskontrolle ein ganz erheblicher Punkt“, betont Markus Hirsch, Global Key Account Manager von Seho und verantwortlich für die Betreuung der Hella-Werke weltweit. „Softwaretools und Sensoren überwachen bei der Power Selective sämtliche Arbeitsschritte: Von der automatischen Werkzeugvermessung und Positionskorrektur, über die Flussmittelmengenüberwachung und reproduzierbare, gradientengesteuerte Temperaturprofile im Vorheizbereich bis hin zur automatischen Wellenhöhenregelung mit berührungslosen Messsystemen, wie beispielsweise dem von Seho patentierten Laser-Micrometer.“ Für einen sicheren und bedienerunabhängigen Prozessablauf sorgen außerdem die automatische Greifer-Codierung sowie eine Löttool-Codierung mit intelligentem Tool-Management.

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Unentbehrlicher Automobilzulieferer: Seit mehr als 100 Jahren zählt Hella mit Hauptsitz in Lippstadt zu den Innovationsführern für Fahrzeugbeleuchtung. Hella

Mit der Maschinen-Kommunikations-Software mcServer werden die Prozesse transparent und lassen sich komplett rückverfolgen, indem systematisch alle Maschinen- und Prozessparameter erfasst, analysiert und statistisch aufbereitet werden. Auch ist die Anbindung an ein beliebiges MES-System möglich.

Die Technik, die in einer Lötanlage steckt ist das eine, als global agierendes Unternehmen legt Hella aber auch einen besonderen Schwerpunkt auf die weltweite Verfügbarkeit einer professionellen Prozessunterstützung und eines gut etablierten Service-Netzwerks. „Während der gesamten Benchmarkphase fiel uns positiv auf, dass wir immer sehr schnell einen kompetenten Ansprechpartner bei Seho hatten“, berichtet Vinson G. Foo. „Mit Seho haben wir einen Partner an unserer Seite, der unseren Qualitätsanspruch mit uns lebt. Wir fahren mit dieser Technologiepartnerschaft hervorragend und sind für die heutigen und kommenden Anforderungen flexibel aufgestellt.“

Hohe Qualität durch Technologiepartnerschaft

Effiziente Fertigungsprozesse und eine Null-Fehler-Strategie stellen eine große Herausforderung für Elektronikfertiger dar. Umso wichtiger ist neben qualitativ hochwertigen Maschinen und Anlagen in der Produktionslinie auch der enge Schulterschluss zwischen dem Elektronikfertiger und seinem kompetenten Systemlieferanten.

Heike Schlessmann

Marketing von Seho Systems

(mrc)

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