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Taiwan hat einiges zu bieten in vielerlei Hinsicht.
In der dekorativen Kunst der Tempel spiegelt sich das Streben nach Glück und die Vermeidung von Unglück wider.
In Taiwan gibt es viel zu entdecken.
Zunehmend drängt Taiwan auch in die Cloud.
Die Taiwanesen sind sehr stark in der Halbleiter-Industrie und gehören weltweit zur Spitze.
Die Taiwanesen arbeiten ständig an weiterführenden Techniken, um die Qualität zu verbessern.
Durch neue Technologien wird der Automatisierungsgrad gesteigert, um die Kosten zu senken.

Die Elektronik ist der stärkste Industriezweig Taiwans und sicherlich einer der wichtigsten Antriebsfaktoren und das Fundament für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Derzeit profitiert Taiwan stark vom Smartphone- und Tablet-Boom. Nach Zahlen von Displaysearch erzeugten die taiwanischen Hersteller 2011 etwa 48 Prozent des weltweiten Umsatzes an Touchscreens, wie sie für den Einsatz bei Smartphones, Tablets und zunehmend auch für Hybrid-Notebooks am meisten gefragt sind. Im internationalen Flachdisplaymarkt spielt Taiwan ganz vorne mit. Nach Süd-Korea, aber vor Japan, ist die Insel einer der Top-Produzenten von Monitoren und Komponenten. Bis 2015 planen die taiwanesischen Anbieter, ihren Anteil an der weltweiten Produktion von AMOLED-Displays auf 4,8 Prozent von 1,5 Prozent im Jahr 2012 auszubauen. Gerade im Touchscreen-Bereich haben taiwanesische Unternehmen eine führende Stellung inne.

Der Gesamtproduktionswert Taiwans wird laut einer Statistik des Industrial & Knowledge Center (IEK) im ersten Quartal 2013 mit 6,7 Milliarden US-Dollar beziffert, was im Vergleich zum Vorjahr einem moderaten Wachstum von 3,5 Prozent entspricht. Der gleiche Bericht veranschlagt ein Wachstum im zweiten Quartal 2013 von 7,2 Milliarden US-Dollar (also +7,9 Prozent gegenüber erstem Quartal).

Zunehmend drängt Taiwan auch in die Cloud. Das hat nachvollziehbare Gründe. Man verfügt über viel Erfahrung beim Herstellen von Computern, Servern, Speichersystemen und Switches. Die Taiwanesen sind sehr stark in der Halbleiter-Industrie und gehören weltweit zur Spitze. 80 Prozent der Server-Produktion kommt aus Taiwan.

So haben sich unter der Führung der Industrial-Technology-Abteilung des Ministeriums für Wirtschaft verschiedene Unternehmen zusammengeschlossen und den Cloud-Computing-Verband in Taiwan gegründet. Inländischen Herstellern soll bei der Entwicklung von Cloud-Computing-Industrie-Technologien geholfen werden. Die Stärken von Hardware-, Software- und Dienstleistungsunternehmen sollen zusammengeführt und gefördert werden, damit eine hochintegrierte Cloud-Computing-Gesamtlösung entwickelt werden kann. Mitglieder aus den unterschiedlichen Bereichen werden ermutigt, auf bestimmten Gebieten, gewinnbringende Kooperationen zu schließen.

Es wird angestrebt mit dem gebündelten Know-how dieser Non-Profit-Organisation international konkurrenzfähige Unternehmen aufzubauen, die dann Cloud-Dienstleistungen in der ganzen Welt anbieten können. Im Mittelpunkt stehen die Geschäftsverbindungen. Durch Open Stack ist jederzeit ein Wechsel möglich und auch ein gesunder Wettbewerb.

Aktuell besteht die Cloud-Organisation aus etwa 120 Mitgliedern. 750 Millionen US-Dollar investierte die Regierung in dieses Projekt. Drei Entwicklungsstufen sind geplant. Gestartet wurde 2012 mit der Aufbauphase. 2013 ist dem Aufbau von Geschäftsbeziehungen gewidmet und das Ziel für 2014 heißt Cloud Valley. Etabliert werden soll das Open Computer Projekt Taiwan (OCP). Die Mission lautet: „Provide Cloud Data Center Solutions“.

Vielfältige Cloud-Projekte

Es gibt bereits eine Vielzahl von Projekten. Neben medizinischen Anwendungen auch welche, bei denen die Schultafel durch ein großes Display abgelöst wird. Nach wie vor kann der Lehrer darauf schreiben, er hat aber auch die Möglichkeit, multimediale Inhalte aufzurufen, die in der Cloud hinterlegt sind.

Vom 8. bis zum 11. Oktober 2013 findet die internationale Elektronikmesse Taitronics bereits zum 39. Mal statt.

Vom 8. bis zum 11. Oktober 2013 findet die internationale Elektronikmesse Taitronics bereits zum 39. Mal statt.Eris Technology

Am besten lernt man die Elektronik-Industrie Taiwans auf der Taitronics in Taipei kennen. Vom 8. bis zum 11. Oktober findet diese internationale Elektronikmesse bereits zum 39. Mal statt. Erwartet werden 750 Aussteller und 45.000 Besucher. Viele Firmen ähneln deutschen Mittelständlern. Verlässlichkeit, Qualitätsbewusstsein und Kreativität sind den Taiwanesen eigen. Sie sind freundlich, fleißig und stolz auf das Erreichte. Dienstleistung wird in Taiwan noch gelebt. Ein zufriedener Kunde hat einen hohen Stellenwert. Erfolg und weiteres Wachstum werden angestrebt. Man will mithalten können mit den großen Namen der Elektronikwelt. Mit viel Enthusiasmus wird daran gearbeitet und geforscht. Produkte und Stärken einiger beispielhafter Unternehmen, die auf der Taitronics 2013 ausstellen werden, haben wir in diesem Artikel zusammengestellt.

Chunghwa Telecom
Im Bereich Cloud Computing bietet Chunghwa Telecom ein großes Produktportfolio mit umfangreichen Dienstleistungen an.

Im Bereich Cloud Computing bietet Chunghwa Telecom ein großes Produktportfolio mit umfangreichen Dienstleistungen an. Chunghwa Telecom

Chunghwa Telecom ist Taiwans Marktführer bei Mobilfunk-, Breitband- und Festnetz-Dienstleistungen. Man will weg vom Image des reinen Telekom-Anbieters. Aus diesem Grund werden hohe Investitionen in Entwicklungen neuester Breitband- und Cloud-Computing-Technologien getätigt. Im digitalen Zeitalter wollen Einzelpersonen, Unternehmen und Behörden ihre Effizienz durch Cloud-Computing erhöhen. Für Kunden aus all diesen Bereichen wird ein großes Produktportfolio mit umfangreichen Dienstleistungen angeboten. Zu den jüngst gelaunchten Dienstleistungen gehören: Musik, Video, Nachrichten, Microzahlungen, Wetter, Überwachungssysteme, Multimedia-Telefonie. In seiner Cloud Computing Area demonstriert Chunghwa Telecom seinen Kunden anhand von acht Einheiten unterschiedlicher Applikationsbereiche die neuesten Technologien und Möglichkeiten, die Cloud-Dienstleistungen und Produkte bieten.

Diptronics
Diptronics will zu einem der besten Komponentenlieferanten weltweit werden.

Diptronics will zu einem der besten Komponentenlieferanten weltweit werden. Diptronics

Das 1985 gegründete Unternehmen Diptronics will zu einem der besten Komponentenlieferanten weltweit werden. Für 2013 prognostiziert der Schalterhersteller einen Umsatz von 82 Millionen US-Dollar. Mit einem Anteil von 51 Prozent am Umsatz steht der chinesische Markt an erster Stelle, gefolgt von Europa mit 20 Prozent. Den dritten Platz nimmt Taiwan ein. Zu den wichtigsten Kunden gehören Siemens und Bosch, Omron, Fujitsu und NEC. Die Schalter werden größtenteils bei Anwendungen in den Bereichen Smartphone, Cloud Devices, Kommunikation, Computer, IT, Industrie, Automotive, Medizintechnik, Weiße Ware und Home-Applikationen eingesetzt. Angefangen beim Rohmaterial bis hin zum fertigen Produkt wird alles im eigenen Hause mit hochpräzisen Montagemaschinen hergestellt, die ebenfalls selbst entwickelt und gefertigt werden. Hintergrund dieser Strategie ist das Bestreben, auf alle Kundenwünsche eingehen zu können. Auf dem europäischen Markt erfolgt der Vertrieb über Distributoren. Ein neues Büro in Deutschland ist in naher Zukunft geplant. Präsentiert wird auf der Taitronics die gesamte Produktpalette. Im Mittelpunkt steht die Beleuchtungstechnik.

Eris
Seinen Fokus richtet Eris bereits seit vielen Jahren auf Diodengleichrichter.

Seinen Fokus richtet Eris bereits seit vielen Jahren auf Diodengleichrichter.Eris Technology

Der Diodenhersteller Eris Technology will seine Aktivitäten auf dem deutschen Markt ausweiten. Mit Gleichrichtern für den Hochstrom-, den Automotive-Bereich und die Industrie sollen Geschäftsfelder erschlossen werden. Seinen Fokus richtet das Unternehmen bereits seit vielen Jahren auf Diodengleichrichter. Dieses umfangreiche Wissen ist sicher eines der wesentlichen Erfolgskriterien, aktive Innovationen ein weiteres. Für Eris ist die Diode nicht nur ein Low-End-Produkt im Halbleitermarkt sondern ein Produkt mit hohem Innovationspotenzial. So arbeiten die Taiwanesen ständig an weiterführenden Techniken, um die Qualität zu verbessern und die Kosten zu senken. Das Produktportfolio umfasst Schottky-, TVS-, Z- und Brückengleichrichter-Dioden sowie Wafer, LEDs und dafür notwendige Geräte. Eris war das erste Unternehmen, das Schottky-Dioden auf dem taiwanesischen Markt eingeführt hat. Im Oktober wird das gesamte Produktportfolio präsentiert werden.

Excel (Excel Cell Electronic)
Auf der Taitronics stellt Excel eine ganze Reihe neuer Produkte vor, wie zum Beispiel die hochwertigen, wasserdichten Mikroschalter ESW.

Auf der Taitronics stellt Excel eine ganze Reihe neuer Produkte vor, wie zum Beispiel die hochwertigen, wasserdichten Mikroschalter ESW. Excel

Gegründet wurde das in Taichung ansässige Unternehmen 1981. Die Produktpalette umfasst Schalter, Relais als größte Produktgruppe sowie Reihenklemmen, Steckverbinder, Reed-Sensoren, rücksetzbare Sicherungen und mehr. Etwa 80 Ingenieure und Ingenieurinnen sind in der Forschung und Entwicklung beschäftigt und jährlich werden fünf Prozent des Umsatzes für F&E investiert. Der Heimatmarkt des nach ISO-9001, ISO-14001, TS-16949 und OHSAS 18001 zertifizierten Unternehmens trägt 36 Prozent zum Gesamtumsatz bei, gefolgt vom restlichen Asien mit 42 Prozent, Europa mit 13 und Amerika mit sieben Prozent. Ein starkes Wachstum ist auch hier wieder in Europa zu verzeichnen, insbesondere in Deutschland und Italien. Das ehrgeizige Ziel lautet: Man möchte verstärkt in den Automotive-Markt kommen und ein weltweit führender Lieferant elektromechanischer Komponenten werden. Auf der Taitronics werden eine ganze Reihe neuer Produkte vorgestellt werden, wie zum Beispiel die hochwertigen, wasserdichten Mikroschalter ESW. Die kleinen Schalter (L 19,8 x H 11,1 x B 6,4 mm) erfüllen Schutzart IP 67. Neu ist auch der Steckverbinder ETB M3. Er lässt sich in jeder Position leicht montieren. Kabel können werkzeuglos und damit einfach und in kürzester Zeit montiert werden.

Good Will Instruments
Die Bandbreite der letztes Jahr gelaunchten Serie GDS-2000A erstreckt sich über 70, 100, 200 und 300 MHz.

Die Bandbreite der letztes Jahr gelaunchten Serie GDS-2000A erstreckt sich über 70, 100, 200 und 300 MHz.Good Will Instruments

Good Will Instruments verkauft unter dem Label GW Instek Oszilloskope, Signalquellen und -analysatoren, Stromversorgungen sowie diverse andere Mess- und Testprodukte. Aktuelles Highlight des 1975 gegründeten Messtechnikherstellers sind die Oszilloskope der Serie GDS-2000A. Die Bandbreite der letztes Jahr gelaunchten Serie erstreckt sich über 70, 100, 200 und 300 MHz. 80.000 wfm/s beträgt die Aktualisierungsrate der Wellenform. Ein eingebauter segmentierter Speicher und Wellenform-Suchfunktionen optimieren die Effizienz der Aufnahmelänge. Für eine schnelle Navigation durch die Wellenformen sorgen Zoom-Fenster und Wiedergabe-/Pausentasten. Weiterhin stehen 36 automatische Messfunktionen für unterschiedliche Messmöglichkeiten zur Verfügung. Optional bietet das Oszilloskop acht oder 16 digitale Kanäle mit Logikanalysator (MSO) sowie einen Funktionsgenerator. Auch gibt es einen flexiblen Anschluss der Fernbedienung (Standard: USB, optional: LAN/GPIB). USA und Asien sind die wichtigsten Märkte, gefolgt von Europa. Der Vertrieb in Europa erfolgt über Distributoren. Aktuell beträgt das Wachstum des Messtechnik-Unternehmens 23 Prozent. Profitiert wird vor allem von Komponenten-Tests für Smartphones und Handys. Die größten Wettbewerber sind Agilent, Rigol und Tektronix.

KST
Der Elektromechanikproduzent KST hat zirka 15.000 Produkte im Programm.

Der Elektromechanikproduzent KST hat zirka 15.000 Produkte im Programm.KST

Der Elektromechanikproduzent KST, einst K.S. Terminals, stellt bis zu acht Millionen Steckerkontakte pro Tag auf seinen über 500 Montagemaschinen her. Im Programm sind zirka 15.000 Produkte, darunter auch komplette Steckverbinder. Viele Produkte werden unter dem Label namhafter Steckverbinder weltweit vertrieben. KST ist führender Hersteller in Fernost auf diesem Sektor. Von den knapp 600 Mitarbeitern sind etwa 70 im Bereich Forschung und Entwicklung tätig. Fünf Prozent des jährlichen Umsatzes werden hier investiert. Vertrieben wird größtenteils über Distributoren in über 60 Ländern weltweit. Zertifiziert ist das Unternehmen nach ISO 9001, QS 9000 und JIS- Qualitätssicherungssystem. Der Großteil der Produkte ist zugelassen nach UL/C-UL. „Wir wollen in Deutschland erfolgreich sein und von dort aus auch in andere europäische Länder expandieren“, lautet das Unternehmensziel. Für KST sind zuverlässige und gleichbleibende Qualität eine Grundvoraussetzung zum Erreichen dieses Ziels. Um den zukünftigen Herausforderungen der optischen Telekommunikation begegnen zu können, wurde viel investiert in Forschung und Entwicklung auf den Gebieten Präzisions-Keramik, Halbleitertechnik, Steckverbinder für die optische Kommunikation und zugehöriger Komponenten sowie in die Entwicklung hochpräziser Fertigungs-Technologien dünnwandiger Produkte aus Titan.

Shilhin Electric
Shilhin Electric stellt Produkte aus dem Bereich Leistungselektronik, Stromversorgung, Transformatoren, Schaltanlagen und mehr her.

Shilhin Electric stellt Produkte aus dem Bereich Leistungselektronik, Stromversorgung, Transformatoren, Schaltanlagen und mehr her.Shilhin Electric

Shilhin Electric, mit Hauptsitz in Taipei und Fertigungsstandorten in Taiwan, China und Vietnam und Büros in China wurde 1955 gegründet. Hergestellt werden Produkte aus dem Bereich Leistungselektronik, Stromversorgung, Transformatoren, Schaltanlagen und mehr. Hauptmärkte sind Taiwan und der asiatische Raum. Im Heimatmarkt spielt das Elektrounternehmen auch eine führende Rolle. Immer häufiger finden die Produkte jedoch auch weltweit Einsatz in der Energieverteilung, der Automatisierungstechnik, der Industrie, der Automotive-Branche und bei Transport- und Fahrzeugsystemen. Von Osten soll der europäische Markt Schritt für Schritt ausgebaut werden. Als erstes steht die Türkei auf dem Plan. Das Unternehmen ist bereits zahlreiche Joint Ventures mit internationalen Unternehmen eingegangen im Bereich ODM- und OEM-Produktion. Der Gesamtumsatz im Jahr 2012 betrug 500 Millionen US-Dollar, bei einer Mitarbeiterzahl von etwa 3900. Investiert wird viel in Forschung und Entwicklung sowie in die Zertifizierung nach internationalen Standards.