Seit 2017 ist umati – das universal machine tool interface – ein Begriff in der Werkzeugmaschinenindustrie. Was anfangs noch vage als Schnittstellenstandard begann, ist inzwischen konkret greifbar und wird von zahlreichen internationalen Partnern unterstützt. „Rund 50 Werkzeugmaschi-nenhersteller aus aller Welt werden gemeinsam zeigen, wie man Maschinendaten mit umati verwertbar machen kann“, freut sich Dr. Alexander Broos, Projektleiter umati und Leiter Forschung und Technik beim EMO-Veranstalter VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken). „Der Einsatz einer standardisierten Schnittstelle wird den Nutzen für Werkzeugmaschinenanwender und ihre Kunden in neue Dimensionen katapultieren“, ist Broos überzeugt, gilt doch die Verbindung von Maschinen, Anlagen und Software als einer der wichtigsten aktuellen Trends in der Fertigung. Kunden erwarten eine möglichst einfache Integration neuer Maschinen in ihr individuelles IT-Ökosystem. Dies leistet umati.

Countdown für EMO Hannover 2019.

Countdown für EMO Hannover 2019. EMO/VDW

Seit über zwei Jahren arbeitet ein Team von verschiedenen Werkzeugmaschinenherstellern daran, diese einheitliche Sprache für Werkzeugmaschinen auf Basis von OPC UA zu entwickeln und gemeinsam mit Steuerungspartnern die Rahmenbedingungen zu schaffen, diese Sprache möglichst einfach nutzbar zu machen.

Über 50 Firmen demonstrieren umati in Hannover

Für die EMO Hannover haben sich aktuell über 50 Firmen aus sieben Ländern angemeldet, die im Rahmen der Live-Demonstration (Halle 9, E24) Maschinen oder Mehrwertdienste anbinden. Mit dabei sind aus Deutschland unter anderem Adamos (ein Joint Venture von DMG MORI, Dürr, Software AG, Zeiss ASM PT) Axoom (bis Anfang Juli Trumpf-Speerspitze in Sachen Digitalisierung, seit 1. Juli vom IT-Dienstleister GFT SE übernommen), Chiron-Werke, Heller Maschinenfabrik, Liebherr-Verzahntechnik. Die Unternehmen werden von den wichtigsten Steuerungsanbietern unterstützt, die zum Teil auch Maschinen oder Mehrwertdienste zeigen: B&R Automation, Beckhoff Automation, Bosch Rexroth, Fagor Automation, Fanuc, Heidenhain, Mitsubishi Electric und Siemens. Die Partner werden einerseits an ein zentrales Dashboard angeschlossen. Andererseits zeigen zusätzlich 18 Dienstleister für Software und Datenauswertung, wie man aus den Daten einen Mehrwert generieren kann.

Digitalisierungs-Plattform

Trumpf verkauft Digital-Tochter Axoom

Der IT- und Digitalisierungsdienstleister GFT Technologies SE hat die Trumpf-Tochter Axoom übernommen. Zudem wird die langjährige Kooperation mit Trumpf um eine Entwicklungspartnerschaft gestärkt. Mit diesem strategischen Meilenstein beschleunigt GFT die Industrieoffensive, baut weitere Industriekompetenz aus. GFT unterstützt Kunden im Industriesektor branchenübergreifend bei ihrer Digitalisierung – von Cloud Engineering über Künstliche Intelligenz bis zum IoT.

Der Schwerpunkt der gemeinsamen Projekte mit Trumpf liegt auf der raschen Wei-terentwicklung von Maschinensoftware zur einfacheren Umsetzung der vernetzen Fertigung. In diesem Zusammenhang wird Trumpf weiterhin die Marke Axoom weiternutzen. Trumpf selbst plant eine Fokussierung auf das Geschäft der eigenen Kunden und IIoT-Prozesse. So wird die Weiterentwicklung der Maschinenkonnek-tivität und der Plattformaktivitäten künftig am Stammsitz in Ditzingen zusammengeführt. Ein Teil dieser Lösungen wurde bisher von Tochterunternehmen AXOOM in Karlsruhe entwickelt.