Endrich zeigt auf der Sensor + Test 2018 (Halle 5, Stand 140) erstmals tunnelmagneto-resistive (TRM) Sensoren seines neuen Vertriebspartners Crocus. Mit einer von Crocus entwickelten TMR-Technologie verbrauchen die Sensoren mit 200 nA deutlich weniger Strom als etwa Hallsensoren. Das Unternehmen hat seine TMR-Technologie bereits an NXP Semiconductors lizensiert, wo sie zur Herstellung eigener Sensoren für die Automobilindustrie zum Einsatz kommt.

Aufgrund der von Crocus entwickelten TMR-Technologie ist der Stromverbrauch der Sensoren deutlich niedriger als bei Hallsensoren.

Aufgrund der von Crocus entwickelten TMR-Technologie ist der Stromverbrauch der Sensoren deutlich niedriger als bei Hallsensoren. Endrich/Crocus

Die wichtigste Produktfamilie von Crocus ist die CT83x-Serie mit Latch-Schaltverhalten bei der ein wesentlicher Vorteil der TMR-Technologie gegenüber einfachen Hallsensoren zum Tragen kommt: das omnipolare Schaltverhalten. Dabei reagiert der Sensor in gleicher Weise sowohl auf einen magnetischen Nord- als auch auf einen magnetischen Südpol. Hallschalter hingegen sind meist unipolar, sie schalten also nur, wenn sich der Südpol der bedruckten Seite des Sensors annähert. Die CT83x-Serie bietet Sensoren mit Open-Drain und Push-Pull-Schaltausgängen, der Stromverbrauch liegt zwischen 200 nA und 1,6 mA bei interner 2-Hz- bzw 10-kHz-Taktung.

Eine Besonderheit hat der TRM-Sensor CT834. Hier verzichtete das Unternehmen auf den Komparator und den Push-Pull-Output am Ausgang des Sensors. So führt das analoge Signal direkt nach außen. Dadurch entsteht ein analoger Magnetfeldsensor mit einer hohen Empfindlichkeit von 660 mV/mT bei Betriebsspannung von 3,3 V. Die Ausgangsspannung bei B = 0 liegt bei 0,5 VDD, was zu einem Messbereich von etwas mehr als 1 mT führt. Sollte in einer Applikation das omnipolare Schaltverhalten nicht erwünscht sein, bietet Crocus auch eine unipolare Variante in Form der CT51x-Familie an.