Ein Wust an nützlichen und nutzlosen Effizienzbemühungen stehen großen Effizienzsprüngen im Weg.

Ein Wust an nützlichen und nutzlosen Effizienzbemühungen stehen großen Effizienzsprüngen im Weg. Xravagant – Fotolia.com

In Nationalen Energieeffizienz-Aktionsplänen (NEEAP) halten die Mitgliedsstaaten fest, wie sie die Einsparziele der Europäischen Energiedienstrichtlinie umsetzen. Im EU-finanzierten Projekt ‚Energy Efficiency Watch II‘ haben das ‚Wuppertaler Institut für Klima, Umwelt und Energie‘ sowie die Unternehmensberatung Ecofys alle 27 NEEAPs der Mitgliedstaaten untersucht.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die nationalen Energiespar-Bemühungen in allen relevanten Sektoren überprüft und verbessert werden müssen, um das EU-Ziel zu erreichen, die Effizienz in jedem Jahr soweit zu erhöhen, dass der Energieverbrauch jeweils um 1 % sinkt. Möglich seien laut der Studie 2 %.

Neben den Fortschritten, die die Mitgliedsstaaten mit ihren jeweiligen Energieeffizienz-Programmen erreicht haben, stellt die Studie einen höheren Bedarf an gemeinsamen, zielgerichteten Maßnahmen fest. Andernfalls seien die Ziele der EU nicht zu erreichen. Als Beispiele mit großem Nachholbedarf nennen die Autoren den Umstieg auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel oder eine kohärente Industriepolitik.

Außerdem fördert die Studie erhebliche Unterschiede zwischen den Mitgliedsstaaten in ihren jeweiligen Effizienzzielen zu Tage. Manche Mitgliedsstaaten erkennen den wirtschaftlichen, sozialen, politischen und ökologischen Vorteile von Energiesparprogrammen nur insofern an, wie sie von europäischen Vorgaben dazu gezwungen werden – und in manchen Fällen sogar weniger. Einige Experten seien der Meinung, ohne diese EU-Vorgaben würde sich gerade in solchen Ländern überhaupt nichts bewegen. Daher sollte sich die Politik an der Effizienzrichtlinie für Gebäude orientieren, die einen gesetzlich verbindlichen Rahmen für alle neuen Gebäude festlegt. Ein Meilenstein für die Energieeffizienz in der EU.