Mit der Vernetzung von Geräten und der Verbindung von Stromverbrauchern und Stromzählern lässt sich Geld sparen. Denn die Geräte sind durch Funkvernetzung in der Lage, dann Energie abzuzapfen, wenn sie am günstigsten ist. Strom wird teurer und die Stromtarife wechseln in Zukunft häufiger, z. B. im Viertelstundentakt. Wenn Stromfresser, wie z. B. der Boiler, die Waschmaschine, der Wäschetrockner oder Klimageräte sich selber tarifabhängig ein und ausschalten können, können die Stromkosten wesentlich gesenkt werden, ohne Komforteinbusse. Zudem wird dadurch der gesamte Stromkonsum aller Haushaltungen über den Tag besser verteilt und ausgeglichener. CEESAR, das Forschungszentrum der Hochschule Luzern Technik & Architektur für neuste Technologien im intelligenten Gebäude, forscht an Vernetzungstechnologien, welche dies möglich machen: Die ZigBee-Technologie ist speziell für die Vernetzung von Geräten im Gebäude gedacht. Dank Funk entfällt die umständliche und kostenintensive Verkabelung. Deshalb können auch bestehende Häuser einfach damit ausgerüstet werden. Die Hochschule Luzern präsentiert ihr Forschungsprojekt zur Steigerung der Energieeffizienz an der Europäischen ZigBee Entwickler Konferenz in München (24. bis 25. Juni 2009). Die internationale Konferenz ist die Plattform für Profis und Unternehmen der Gebäude- und Fabrikautomation und der Geräte- und Systemhersteller. CEESAR zeigt seine neuste Entwicklung, den Miniaturfunksensor „WeBee 4“ und hält ein Referat zum „EnerBee“ Projekt. Im Forschungsprojekt „EnerBee“ suchen wir, zusammen mit unserem Wirtschaftspartner Landis+Gyr in Zug nach Lösungen zur Vernetzung von Energiezählern und Verbrauchern in Gebäuden. Ziel ist die Steigerung der Energieeffizienz sowie die Einsparung von Kosten. Möglich wird dies durch Vereinfachung von Zählerablesung über das Internet und mit der tarifabhängigen Steuerung von Verbrauchern wie z.B. einem Tumbler oder einer Klimaanlage. ZigBee und Energeieffizienz spielen auch im iHomeLab, dem Schweizer Labor für Intelligentes Wohnen eine zentrale Rolle. Das Labor ist jetzt im Aufbau und wird noch dieses Jahr seinen Betrieb auf dem Campus der Hochschule Luzern in Horw aufnehmen.