Größter Energieverbraucher war 2018 die chemische Industrie

Größter Energieverbraucher war im Jahr 2018 die chemische Industrie mit einem Anteil von 29 %. Betrachtet man allerdings nur die energetische Verwertung der Energieträger, dann liegt Metallerzeugung und -bearbeitung mit 24 % um 3 % vor der Chemieindustrie. Destatis

Der Großteil der Energieträger wurde 2018 in den rund 46.000 Betrieben zur Energieerzeugung eingesetzt, also für die Strom- und Wärmeerzeugung (86 %). Die übrigen 14 % der von der Industrie verbrauchten Energieträger, vor allen Öl und Gas, dienten als beispielsweise als Ausgangsstoffe, um daraus chemische Produkte wie Kraftstoffe, Düngemittel oder Kunststoffe herzustellen. Wie in den vergangenen Jahren waren die wichtigsten Energieträger in der Industrie Erdgas (30 %), Strom (22 %), Mineralöle und Mineralölprodukte (16 %) sowie Kohle (15 %).

Größter Energieverbraucher war im Jahr 2018 die chemische Industrie mit einem Anteil von 29 %, gefolgt von der Metallerzeugung und -bearbeitung mit 22 % sowie der Kokerei und Mineralölverarbeitung mit 11 %. Allerdings wurde in der chemischen Industrie mehr als ein Drittel der Energieträger (37 %) als Ausgangsstoffe für chemische Produkte verwendet und damit nicht zur Energiegewinnung eingesetzt. Ausschließlich auf die energetische Verwendung bezogen hatte die Metallerzeugung und -bearbeitung mit 24 % den höchsten Anteil, gefolgt von der chemischen Industrie mit 21 % sowie der Kokerei und Mineralölverarbeitung mit 11 %.

Der rein energetische Verbrauch in der deutschen Industrie war laut dem Statistischen Bundesamt im Jahr 2018 um 4,3 % niedriger als zehn Jahre zuvor. Innerhalb der Branchen zeigt sich jedoch keine einheitliche Entwicklung: Während die energetische Nutzung beispielsweise im Maschinenbau (-14,0 %) und in der Herstellung von Metallerzeugnissen (-1,2 %) in diesem Zeitraum abnahm, gab es in der Nahrungs- und Futtermittelindustrie (+13,6 %) sowie in der chemischen Industrie (+8,0 %) einen Anstieg.

An den Energieträgern hatten Erdgas/Erdölgas mir 29,8 % den größten Anteil, gefolgt von Strom mit 21.6 %, Stein- und Braunkohlen mit 15,2 % und fremdbezogene Wärme mit 5,2 %. Die erneuerbaren Energien kamen auf Platz 6 mit 3,2 %.