Im Außen- und Feuchtbereich treffen schwierige Bedingungen auf ein Anschlusssystem und machen die Leistungszuführung zur echten Herausforderung. Insbesondere Industrieanlagen und Infrastruktureinrichtungen bündeln eine Vielzahl hoher Anforderungen an die Energiezuführung von Geräten. Neben einem vollständigen Schutz gegen Berühren und Staubeindringung müssen Systeme besonders in Feuchträumen bei starkem Strahlwasser einen sicheren Betrieb ermöglichen.

Bild 1: Automatisierte Verdrahtung: Der industrielle Leistungsanschluss kommt ohne Steckverbinder aus - und eignet sich optimal etwa für Leuchtenapplikationen.

Bild 1: Automatisierte Verdrahtung: Der industrielle Leistungsanschluss kommt ohne Steckverbinder aus – und eignet sich optimal etwa für Leuchtenapplikationen. Phoenix Contact

Kritischer Punkt eines jeden Gerätes ist somit die Schnittstelle zur Außenwelt – sie muss die Nutzung und den Betrieb im Feld möglich machen. Allem voran gilt die Basisforderung an elektromechanische Komponenten, auch auf lange Sicht eine zuverlässige Verbindung herzustellen und Energie sicher zuzuführen. Rationalisierungstrends und der Wunsch nach hoher wirtschaftlicher Effizienz sind weitere Argumente für eine kompakte Bauform mit möglichst wenigen Einzelteilen. Schließlich setzen immer mehr Planer und Installateure auf Geräte, die vor Ort eine Installation einfach, schnell und flexibel machen. Das hier verborgene Einsparpotenzial an Arbeitskräften und -zeit ist nicht zu vernachlässigen.

Ein ähnlich hohes Potenzial liegt auf der Geräteseite. Während sich Leiterplatten automatisiert bestücken und verdrahten lassen, scheitert der Leistungsanschluss häufig an Handarbeit. Die Forderung nach Vollautomation ist im Hinblick auf Industrie 4.0 hier ein wesentlicher Treiber. Besonders Leuchten mit Anwendungsgebieten im industriellen Umfeld, Außen- und Feuchtbereich sind auf einen Geräteanschluss zur Außenwelt angewiesen, der diesen Ansprüchen genügt. Die Leuchtenindustrie sucht nach Lösungen, die sich einfach in das Konzept der automatischen Verdrahtung einbinden lassen. Hier zeichnet sich deutlich das Bild eines flexiblen und widerstandsfähigen Anschlusses ab, der eine durchgängige Energieverteilung ermöglicht.

Eingeschränkte Flexibilität

Die einfachste Möglichkeit der Kabeleinführung bieten derzeit Kabelverschraubungen. Bereits vorkonfektionierten Leitungen schränken so die Weiterverwendung im Feld stark ein, da Längen erst am letztendlichen Einsatzort festgelegt werden können. Jede Applikation bringt zudem spezielle Herausforderungen an die zu verwendenden Leitungen mit sich. Daher ist und bleibt der häufigste Fall eine Auslieferung des Gerätes ohne Anschlussleitung.

Vor Ort müssen Installateure jedoch das Gerät öffnen, was Beschädigungen sowie Verletzungen der IP-Schutzart mit sich bringen kann. Zudem muss er neben Kenntnissen über den elektrischen Anschluss auch die Handhabung des Gerätes meistern – eine kaum zu erfüllende Herausforderung bei einer nahezu endlosen Vielfalt an Geräten.

Die nächste Erweiterung sind Wanddurchführungen, die um den Steckverbinder als passendes Gegenstück im Feld ergänzt werden. Gängige Anschlusstechniken wie Schraub- und Crimp-Anschluss sind hier zwar verbreitet, lassen sich aber meist nur mithilfe von Spezialwerkzeug sowie durch Fachpersonal installieren. In schwierigen Einbausituationen, wie beispielsweise beim Anschluss von Leuchten in Industriegebäuden, geht mit den genannten konventionellen Lösungen eine hohe Fehleranfälligkeit einher.

Mehr Informationen zur Push-in-Anschlusstechnik erhalten sie auf der folgenden Seite.

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