Effizienz am Drücker – Push-in-Anschlusstechnik

Bild 2: Die Push-in-Technik arbeitet nach dem Druckfederprinzip. Dabei wird der Leiter direkt gesteckt, ohne die Klemmstelle öffnen zu müssen

Bild 2: Die Push-in-Technik arbeitet nach dem Druckfederprinzip. Dabei wird der Leiter direkt gesteckt, ohne die Klemmstelle öffnen zu müssen. Phoenix Contact

Vor diesem Hintergrund setzt die Lösung aus dem Hause Phoenix Contact hier auf Push-in-Technik, und ebnet mit der neuen Anschlussart den Weg für die Automatisierung in der Leuchten- und Geräteindustrie. Um zukünftig in Hochlohnländern mit Herstellern aus Ländern konkurrieren zu können, die niedrige Kostenstrukturen aufweisen, sind neue und tiefgreifende Prozesse, Strategien und Technologien erforderlich (Bild 2).

Mithilfe der IPD-Wanddurchführungen – IPD steht dabei für Installation Power Distribution – von Phoenix Contact lassen sich Leitungen mit bis zu 5 × 2,5 mm² ohne Spezialwerkzeug anschließen. Dank des Push-in-Anschlusses ist dabei auch der Einsatz von Verdrahtungsrobotern kein Problem. Der industrielle Leistungsanschluss, der ohne Steckverbinder auskommt, eignet sich auch für Leuchtenapplikationen. Möglich macht dies ein durchgängiger Kontakt, der feld- als auch geräteseitig mit Push-in-Technik ausgestattet ist und somit den Anschluss direkt am Gerät ermöglicht. Starre und flexible Leiter mit Aderendhülse lassen sich direkt – also ohne Betätigung des Pushers – stecken. Bei flexiblen Leitern ohne Aderendhülse kommt der orangefarbene Pusher zum Einsatz, der die Feder öffnet (Bild 3).

Bild 3: Wanddurchführung: Dank der Schutzart IP66/67 eignet sich der Geräteanschluss für den Einsatz im Außen- und Feuchtbereich.

Bild 3: Wanddurchführung: Dank der Schutzart IP66/67 eignet sich der Geräteanschluss für den Einsatz im Außen- und Feuchtbereich. Phoenix Contact

Mit wenigen Handgriffen können Installateure Leitungen auf diese Weise rationell vor Ort kontaktieren. Durch seine definierten Kontaktkräfte gleicht der Push-in-Anschluss zudem Schock und Vibration aus und stellt so eine dauerhafte Kontaktierung her. Spannungen bis zu 690 V und Ströme bis zu 20 A sind damit übertragbar.

Einfaches System für schwierige Bedingungen

Bild 4: Automatisierte Verdrahtung: Der Push-in-Anschluss ermöglicht geräteseitig den Einsatz von Verdrahtungsrobotern und bietet dem Installateur feldseitig einen einfachen und schnellen Leitungsanschluss.

Bild 4: Automatisierte Verdrahtung: Der Push-in-Anschluss ermöglicht geräteseitig den Einsatz von Verdrahtungsrobotern und bietet dem Installateur feldseitig einen einfachen und schnellen Leitungsanschluss. Phoenix Contact

Dank der Schutzart IP66/67 eignet sich der Geräteanschluss für den Einsatz im Außen- und Feuchtbereich, zudem arbeitet er auch bei Temperaturen von -40 bis 100 °C. Die Leitung wird durch die Tülle geführt und direkt am Gerät angeschlossen. Danach wird die Tülle einfach verriegelt, und die Zugentlastung wird durch Festziehen der Mutter hergestellt. Anwender finden die richtige Verriegelungsposition anhand einer speziellen Codierung. Bei beengten Platzverhältnissen ist dies ein Muss für eine sichere Bedienung. Gegen unbeabsichtigtes Lösen schützt ein Mechanismus, der das Lösen der Tülle mit einem handelsüblichen Schraubendreher möglich macht. Ein Leistungsanschluss dient hier als integraler Bestandteil des Systems. Einfache Markierungen können in vielfältigen Farben gewählt, eigenständig beschriftet oder bedruckt werden, wodurch sich sofort eine direkte Zuordnung ergibt (Bild 4).

Fazit

Cost-down und Quality-up – diese beiden Prinzipien scheinen oft unvereinbar nebeneinander. IPD schafft hier den Schulterschluss. Erstmalig profitieren Hersteller und Anwender gleichsam von den Vorzügen der Push-in-Anschlusstechnik. Beginnend mit der automatisierten Verdrahtung im Gerät, ermöglicht die Direktstecktechnik im Feld einen direkten Anschluss. IPD basiert auf gängigen Industriestandards und ist prädestiniert für den Einsatz unter widrigen Bedingungen.

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