Bild: Roland Riese

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Denn bis 2050 wachse die Weltbevölkerung auf neun Milliarden. Für diese Menschen werde eine um 70 Prozent größere Nahrungsmittelmenge benötigt. Das Gleiche gelte für viele Rohstoffe, die heute schon knapp seien. China habe den Export seltener Metalle und Erden reduziert, um die Preise steigen zu lassen.

Deutschland könne die höheren Kosten nur durch Verschlankung in allen Bereichen kompensieren. Man werde gezwungen sein, den Rohstoffeinsatz drastisch zu reduzieren sowie mit Hilfe revolutionärer Softwarelösungen neu zu entwickeln. Auch die Bionik werde künftig eine entscheidende Rolle im wirtschaftlichen Überlebenskampf spielen.

Doch weil in Deutschland zu wenige Ingenieure ausgebildet werden, hätten Länder wie China oder Indien nicht nur bei Neuentwicklungen die Nase vorn, sondern auch bei den Produktionsstandorten. Das werde in Europa nicht ernst genug genommen. Wissenschaftler im Reich der Mitte seien längst in der Lage, ausländische Produkte weiterzuentwickeln.

Roland Riese ist nicht daran gelegen, auf 161 Seiten Hiobsbotschaften zu verbreiten. Doch zeigt er eindrucksvoll auf, was zu tun ist, damit Deutschland seine Geltung als Wirtschaftsstandort erhalten kann. Handlungsbedarf sei bei den zu hohen Kosten, bei der Bildung sowie beim ständigen Lamentieren und Protestieren angesagt. „Wir müssen endlich Nägel mit Köpfen machen“, sagt Roland Riese, auch und gerade im Sinne nachfolgender Generationen.