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Nach den Worten von Veranstalter Siegfried Luger hat die LpS das Potenzial zur Leitmesse beziehungsweise zum wichtigsten europäischen Event rund um die LED-Technologoie in Beleuchtungsanwendungen zu werden.
Lps-Veranstalter Siegfried Luger: „Hier entsteht eine neue Technologiemesse wie vor einigen Jahren die „embedded world“ in Nürnberg.“

Veranstalter Siegfried Luger schaffte es, dass 54 Aussteller und über 700 Teilnehmer aus 34 Ländern von Asien bis zu den USA nach Bregenz am Bodensee kamen, um 2,5 Tage lang über das komplexe Thema LEDs in Beleuchtungsanwendungen zu sprechen. Unter den Ausstellern waren nicht nur die Weltmarktführer bei LEDs wie Osram, Avago, Philips Lumileds und Cree sondern auch (derzeit noch) kleinere LED-Hersteller wie Tridonic und e:lumix sowie viele Hersteller von Stromversorgungen, Optiken und Kühlelementen. Hinzu kamen diverse Distributoren.

Die Aussicht vom Ausstellungsbereich auf den Bodensee und die Bregenzer Festspielbühne entschädigte wohl alle für die oftmals etwas längere Anfahrt an diesen für Technik-Messen bisher eher ungewöhnlichen Veranstaltungsort. Veranstalter Luger hat bereits Pläne für die letzte Septemberwoche 2012 in der Tasche: „Wir wollen die Veranstaltung als Leitmesse jährlich in Bregenz stattfinden lassen.“ Auf der Eröffnungs-Pressekonferenz betonte Symposiums-Direktor Luger: „Hier entsteht eine neue Technologiemesse wie vor einigen Jahren die „embedded world“ in Nürnberg, und Sie sind Zeitzeugen dieser Entwicklung. Die LpS 2011 hat das Potenzial zur Leitmesse beziehungsweise zum wichtigsten europäischen Event rund um die LED-Technologoie in Beleuchtungsanwendungen zu werden.“ Da auch die Vorträge auf dem Symposium durchweg wirklich hochkarätig waren, scheint mit der gelungenen Erstveranstaltung eine wichtige Hürde in diese Richtung genommen zu sein.

LED-Newcomer

Auf der Produktseite gab es viel Interessantes zu entdecken, und es bestanden exzellente Kontaktmöglichkeiten. So stellte in Bregenz unter anderem auch der bisher fast unbekannte LED-Hersteller e:lumix aus Augsburg seine Produkte vor. Das Unternehmen spezifiziert im Gespräch für seine LEDs Licht- und Leistungsdaten, die viele etablierte Lösungen in den Schatten stellen. Wir werden bald ausführlicher darüber berichten.

Distributoren

MSC präsentierte ein LED-Leuchten-Referenzdesign von Cree, das 1300 Lumen bei einer Lichtausbeute von 152 Lumen/W liefert. Damit übertrifft die „LED-Glühbirne“ von Cree die strengen Kriterien, die das amerikanische Energieministerium für seinen „Bright Tomorrow Lighting Prize“ definiert hat. Außerdem informierte MSC unter anderem über das multifunktionale LED-Steckverbindersystem der DF59-Serie von Hirose, das für die Stromversorgung über Kabelleitungen auf der Platine (Wire to Board) sowie für die Verbindung zwischen Platinen (Board to Board) geeignet ist.

Beck Elektronik zeigte unter anderem seine neuen LEDs aus dem Hause Sharp: Eine besonders kompakte Power-SMT-LET für Beleuchtungsanwendungen in Wohneinheiten, Büroräumen, Industrieanlagen und Lagerhallen sowie ein besonders effizientes LED-Array mit hoher Farbwiedergabetreue und kompaktem Aufbau. Mit einer Leistungsaufnahme von 0,3 bis 1,0 W liefern die „Double Dome LEDs“ genannten Power-SMT-LEDs einen Lichtstrom von 24 bis 110 Lumen, die je nach Typ von zwei, drei oder sechs LED-Dies bereitgestellt werden. Die Produktreihe Mini Zenigata wiederum zielt auf Anwendungen, in denen bisher 50-W-Glühfadenlampen, Halogen- oder Leuchtstofflampen zu finden waren. In diesen neuen, mit 10 W spezifizierten Mini-Zenigata-Modulen, liefern über 60 einzelne, in zehn Reihen verbundene LEDs einen Lichtstrom von 610 beziehungsweise 690 Lumen, wobei der CRI über 80 beträgt.

Holders Components wiederum stellte die 5 mm x 5 mm großen 4-Chip-LEDs der Baureihe Federal FM von Edison als Neuheit vor, die jetzt  mit Leistungen von 4 bis 10 W „über das gesamte Weißspektrum sowie RGBA, RGBW und RGGB-Multicolor“ verfügbar sind. So liefert die weiße FM-LED bei 700 mA Versorgungsstrom kaltweißes Licht bis zu 750 Lumen und warmweißes Licht bis 550 Lumen.

Stromversorgung

Recom präsentierte nicht nur die in elektronik industrie 8-9/2011 vorgestellten Stromtreiber des Typs RACD30 zur Versorgung der 25-W-LEDs des Typs Mega Zenigata von Sharp, sondern auch LED-Stromversorgungen mit einer Nennleistung von 30 beziehungsweise 20 W, mit denen sich das Licht über einen handelsüblichen Triac-Dimmer, der ursprünglich für Glühlampen konzipiert wurde, dimmen lässt.

Im Bereich der höheren Leistungen hat Emtron sein Spektrum an Stromversorgungen ausgebaut und in Bregenz die neue Produktlinie LPF-90(D) von Mean Well vorgestellt, die mit aktiver PFC (Korrektur des Leistungsfaktors) ausgestattet ist. Dabei lässt sich die Helligkeit der angeschlossenen Beleuchtungsquellen auf dreierlei Weise einstellen: Über eine analoge Steuerspannung zwischen 1 und 10 V DC, per Pulsbreitenmodulation oder durch einen veränderlichen Widerstand.

Sonstige Lösungen

Unter dem Slogan „LEDs in Lampen – und sie altern doch“ informierte RoodMicrotec über seine Dienstleistungen rund um die Auswahl und Vermessung von LED-Bauelementen, Beratung zur Aufbautechnik und die Untersuchungen des Alterungsverhaltens. Durch eine exakte Bestimmung der Sperrschichttemperatur ermittelt das Unternehmen Angaben zur Zuverlässigkeit und zum Farbverhalten von High-Power-LEDs in ihrer jeweiligen Applikation.

Neben all den Elementen von der Stromquelle bis zur Optik, die für den Bau einer LED-Leuchte erforderlich sind, zeigten diverse Unternehmen auch Retrofit-LED-Lampen, die sich in Standard-E27-Fassungen einschrauben lassen.