Osram Opto Semiconductors treibt den Technologiewandel im Lichtmarkt voran und bauen dazu in Regensburg eine Pilotproduktionslinie für OLED auf. Am Standort Regensburg werden über die nächsten drei Jahre mehr als 50 Millionen Euro für die OLED-Pilotproduktionslinie sowie die anwendungsbezogene Entwicklung von LED investiert. Die Inbetriebnahme der Linie ist für Mitte 2011 vorgesehen.


Ein Schwerpunkt in Regensburg wird die Weiterentwicklung der Fertigungsprozesse an der Pilotproduktionslinie sein, um in einem nächsten Schritt eine OLED-Fertigung aufzubauen. Gleichzeitig können weitere Schritte der OLED-Produktentwicklung bei Helligkeit, Effizienz und Lebensdauer in die Fertigungstechnologie nahtlos übernommen und so die Herstellungskosten langfristig gesenkt werden.


„Wir verfügen über eine führende Stellung auf dem jungen, vielversprechenden Markt für OLED“, so Martin Goetzeler, CEO von Osram. „Mit der Linie wollen wir diesen Vorsprung weiter ausbauen, die Technologie und die Fertigungsprozesse zügig weiterentwickeln und eine Vorstufe zur Massenfertigung erreichen.“

An dem neuen Standort werden in der ersten Ausbaustufe etwa 200 Mitarbeiter beschäftigt. Mit steigendem Bedarf werden entsprechend weitere Arbeitsplätze entstehen.


Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) treibt in einer Innovationsallianz gemeinsam mit herstellenden und anwendenden Unternehmen Forschung und forschungsnahe Investitionen im Bereich der organischen Elektronik voran. Die Investitionsentscheidung von Osram für den Standort Regensburg ist ein Meilenstein im Rahmen dieser Initiative. Das bayerische Wirtschaftsministerium und die Stadt Regensburg befinden sich aktuell in Gesprächen, um die optische Halbleitertechnik bei ihren Innovationsschritten gemeinsam zu unterstützen. Dazu wird eine Initiative zur frühen Verankerung der OLED-Technologie in der Designwelt geplant. Als einzig bedeutender Optohalbleiter-Hersteller hat Osram Produktionsstätten für LED und OLED in Europa. Annähernd die Hälfte der Investitionen in Forschung und Entwicklung fließen bei Osram in die Erforschung von LED und OLED.


Organische LED werden neben den LED die Lichtquellen der Zukunft sein. Wie bei der Leuchtdiode deckt Osram auch bei der OLED alle Integrationsstufen ab. Das künftige Portfolio wird OLED-Panele, Module, Treiber sowie komplette Leuchten umfassen. Ende letzten Jahres hatte Osram als erstes Unternehmen mit „Orbeos“ ein Produkt für den Einbau in Designleuchten auf den Markt gebracht. Osram erwartet, dass sich OLED als extrem dünne und effiziente Flächenstrahler mit sehr guter Lichtqualität neue Anwendungen und Märkte erschließt. OLED bieten damit im ein- wie ausgeschalteten Zustand moderne Gestaltungsmöglickeiten (sb).