Das Ziel des europäischen Forschungsprojekts Cobra (CObalt-free Batteries for FutuRe Automotive Applications) ist die Entwicklung einer neuartigen Co-freien Lithium-Ionen-Batterietechnologie, die viele der derzeitigen Mängel von Elektrofahrzeugbatterien (EV-Batterien) durch die Verbesserung jeder Komponente im Batteriesystem auf ganzheitliche Weise überwinden soll. Das Projekt soll zu einem Batteriesystem führen, das eine hohe Energiedichte und niedrige Kosten hat, erhöhte Zyklen ermöglicht sowie weniger kritische Materialien enthält.

In dem EU-Projekt Cobra wird an kobaltfreien Batterien für Elektrofahrzeuge geforscht.

In dem EU-Projekt Cobra wird an kobaltfreien Batterien für Elektrofahrzeuge geforscht. AdobeStock_198400062

Um diese ehrgeizigen Ziele zu erreichen, soll die elektrochemische Leistung verbessert werden, indem sich die Projektteilnehmer auf eine kobaltfreie Kathode und fortschrittliche Si-Verbindungen als Anode und Separator konzentrieren. Sie wollen intelligente Sensoren und fortschrittliche Kommunikation nutzen, um die Systemsteuerung zu optimieren. Auch ist die Herstellung von Batterie-Packs geplant, die zu einer kostengünstigen und ökologisch nachhaltigen Batterie über deren gesamte Lebensdauer beitragen.

Zu den technischen Zielen gehören eine Zellenergiedichte über 750 Wh/l, eine Lebensdauer von mehr 2000 Zyklen, eine Schnellladefähigkeit von 3C sowie eine 50-prozentige Reduzierung des Packgewichts.

Die vorgeschlagene Lithium-Ionen-Batterietechnologie wird am TRL6 (Batteriepack) demonstriert und an einem EV-Prüfstand für Kraftfahrzeuge validiert. Die Beteiligung mehrerer führender Organisationen für die Batterieherstellung soll eine einfache Anpassung an Produktionslinien und eine Skalierung gewährleisten, um zu einer höheren Marktakzeptanz beizutragen und gleichzeitig die Position Europas auf diesem Gebiet zu stärken.

Beteiligt sind an dem Projekt unter anderem die Technische Hochschule Ingolstadt, die Universitäten Stockholm und Uppsala, Forschungseinrichtungen, vier KMU und fünf Unternehmen, unter anderem Infineon. Diese decken die gesamte Wertschöpfungskette im Bereich Batterien ab.

Im Rahmen des Horizon 2020 Programms der EU wird das Projekt mit 11,8 Millionen Euro gefördert.