Der Umsatz des europäischen Werzeugmaschinenbaus stieg 2012 um 6 %. Sorge macht die sinkende Inlandsnachfrage.

Der Umsatz des europäischen Werzeugmaschinenbaus stieg 2012 um 6 %. Sorge macht die sinkende Inlandsnachfrage. Trumpf

Der zaghafte Konsum in Europa entwickelt sich zu einem beunruhigenden Trend für die europäischen Werzeugmaschinenbauer, trotz ihres Erfolgs in den aufstrebenden Märkten. Das Exportverhältnis lag im vergangenen Jahr, insbesondere bei einigen südeuropäischen Ländern, bei nahezu 100 %. „Innovationen in der Werkzeugmaschinenindustrie gedeihen in einem starken Wirtschaftssystem, in dem Hersteller eng mit ihren Kunden zusammenarbeiten. KMUs, die wesentlichen Antriebsfaktoren für Innovationen sind und gleichzeitig stark vom europäischen Markt abhängen, sind davon besonders betroffen,“ erläutert Martin Kapp, Präsident des Cecimo, die Nachteile des hohen Exportanteils.

Die europäische Werkzeugmaschinenproduktion wuchs nach Zahlen des Cecimo 2012 um 6 % auf 22,2 Milliarden Euro. Für 2013 erwartet der Verband, dass der Umsatz mit 22,5 Milliarden Euro stabil bleiben wird. Die deutschen Werkzeugmaschinenbauer erwirtschafteten 2012 ein Produktionsvolumen von 14,1 Milliarden Euro – 9 % mehr als im Vorjahr. Damit steuert Deutschland mehr als die Hälfte des Umsatzes der europäischen Werzeugmaschinenhersteller bei. Der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) erwartet für 2013 ein Wachstum von 1 %.