Ein kraft- und temperaturgeregeltes Thermodenmodul muss mehr können, als nur einen Prozess zu überwachen, ist die Aussage von Eutect. Deshalb achtete man bei der Weiterentwicklung des Thermoden-Lötmodul darauf, dass alle prozessrelevanten Parameter definierbar sind. Dies bezieht sich insbesondere auf den Anpressdruck, den Einsinkweg und das Temperaturprofil. Der Anwender erhält so einen zu 100% abgestimmten und definierbaren Prozess und kann so auch die Taktzeit optimieren. Der Anpressdruck der Thermode liegt bei 1-60 N. Die Anpresskraft wird in Schritten von 0,5 N angezeigt und geregelt. Dieser Anpressdruck kann über die neue visuelle Steuerungsansicht je nach Applikation und Materialien eingegeben werden. Ein vor- und nachlaufender Niederhalter fixiert die zu verlötenden Oberflächen. Durch den anwendungsoptimierten Anpressdruck und den ebenfalls neuen Niederhalter lässt sich die Taktzeit bis zu 70 Prozent, abhängig von der Wärmesenke der Lötstellen, optimieren. Des Weiteren kann der Einsinkweg kontrolliert werden. Die Einsinkkontrolle liegt bei 1 µm, was im Bereich des Thermodenlötens nicht üblich ist. Der frei in µ einstellbare Einsinkweg ermöglicht so einen definierten Lotspalt und damit optimale intermetallische Phasenausbildung.

Darüber hinaus kann das Temperaturprofil über die neue Steuerung ebenfalls geregelt und über eine redundante Temperaturmessung kontrolliert werden. Die maximale Thermoden-Temperatur beträgt 450°C. Widerstandsmessungen zur Überwachung der Kontaktflächen sind ebenfalls möglich. Durch den Einsatz von kleineren, enganliegenden Kapton-Abrollern konnte der Gesamtbauraum minimiert und der Arbeitshub optional bis zu 50 mm erhöht werden.

Frei definierbare Parameter beim Thermodenlöten schaffen neue Prozessmöglichkeiten

Frei definierbare Parameter beim Thermodenlöten schaffen neue Prozessmöglichkeiten Eutect