Insgesamt gesehen ist die Elektronikbranche hinsichtlich der Exporte zufrieden.

Insgesamt gesehen ist die Elektronikbranche hinsichtlich der Exporte zufrieden.Anatoly Maslennikov – Fotolia.com

Nach dem Anstieg im Juni haben die Ausfuhren auch im Juli dieses Jahres um 8 % gegenüber dem Vorjahresmonat auf 13,2 Milliarden Euro zugenommen. Von Januar bis Juli 2012 summierten sich die Branchenausfuhren auf insgesamt 91,9 Milliarden Euro und übertrafen ihren Vorjahresstand um über 4 %. Dr. Andreas Gontermann, ZVEI-Chefvolkswirt, stellt entsprechend zufrieden fest: „Sowohl im Juli als auch in den ersten sieben Monaten dieses Jahres haben die Elektroexporte damit jeweils neue Höchstmarken erzielt und die Schwächephase aus dem Frühjahr mehr als wettgemacht.“

Einen großen Anteil an der guten Entwicklung haben die Schwellenländer. Sie importierten von Januanr bis Juli 2012 7 % mehr Elektrowaren als im gleichen Zeitraum 2011. Damit stiegen die Exporte in diese Länder mehr als doppelt so stark wie die in die Industrieländer, die um 3 % zulegten. Zudem zeigen sich zwischen den Industrieländern große Unterschiede: Während die Branchenexporte nach Japan mit plus 24 und in die USA mit plus 10 % stark gewachsen sind, gingen die in die Eurozone um 2 % zurück. Die Ausfuhren nach Italien und Spanien büßten um 10 und 8 % ein.

Diese Unterschiede lassen sich auch bei den Schwellenländern feststellen: Die Ausfuhren nach China sind in den vergangenen zwei Monaten zwar wieder kräftig gestiegen, bleiben aber in den ersten sieben Monaten 2012 noch 1 % hinter dem Vorjahresexport. Auch nach Indien gingen die Elektroexporte zwischen Januar und Juli dieses Jahres um 8 % zurück. Nach Russland legten sie dagegen um 17 % zu.