In einer Diskussion anlässlich der DesignCon 2002 erklärte W.T. Greer jr.(Foto), Senior Vice President und General Manager der Interface and Logic Group des Unternehmens, dass die SFI-Technologie (Switched Fabric Interface) rasch ihren Weg in die Mainstream-Anwendungen finden werde, sobald die entsprechenden Produkte den Status spezieller Nischenlösungen verlieren und in Großserien-Anwendungen eingesetzt würden. Die SFI-Technologie ermöglicht höhere Geschwindigkeiten, mehr Bandbreite und verbesserte Zuverlässigkeit für Backplanes und Interconnect-Strukturen. Ungeachtet der schwierigen Marktsituation im Jahr 2001 verdoppelte sich die Zahl der High-Speed-Zugänge, und man zählte über 400 Millionen Internet-Nutzer. Bis 2005 soll diese Zahl auf eine Milliarde steigen.


Dazu sagte: Greer: “Auf dem Markt wird es in den nächsten zwei bis drei Jahren einen tiefgreifenden Umstieg von Multipoint‑ auf Point-to-Point-Verbindungslösungen geben, der gleichzeitig einen entscheidenden Trend zur SFI-Technologie signalisieren wird. Die Welt setzt noch nicht vollständig auf SFI. Nach wie vor wird dieser Sektor von den Lieferanten isolierter, proprietärer SFI-Devices beherrscht, die in teure High-End-Applikationen integriert und durch exotische, inkompatible Spezifikationen gekennzeichnet sind.“


Das Unternehmen sieht, wie Greer weiter erläuterte, in der wachsenden Verbreitung der anspruchsvollen SFI-Technologie eine erhebliche Marktchance. “Großserien-Produktion, ein niedriges Kostenniveau, Standardisierung, eine kurze Markteinführungszeit und Second-Sourcing werden gefragt sein, denn die Branche lernt immer und immer wieder die Bedeutung des Kostenfaktors kennen. Die Implementierung proprietärer Lösungen verursacht hohe Kosten. Unternehmen aber, die es verstehen, große Stückzahlen zu günstigen Preisen zu produzieren, werden es schaffen, diese proprietären Spezifikationen als allgemeine Standards durchzusetzen.“


Während sich Shared-Backplane-Lösungen auf nicht mehr als 2 GBit/s skalieren lassen, werden aus zuverlässigeren Point-to-Point-Verbindungen bestehende Switched Fabric-Lösungen in der Lage sein, bis zu 2,5 GBit/s je Verbindung zur Verfügung zu stellen, um dem gestiegenen Durchsatzbedarf gerecht zu werden. SFI-Lösungen lassen sich außerdem einfacher skalieren: Gesamt-Übertragungsraten von 40 GBit/s sind problemlos erreichbar, und für die Zukunft ist sogar ein Durchsatz im Terabit-Bereich realistisch. Da die meisten Switched Fabric-Spezifikationen die LVDS-Signalisierung vorsehen, dürfte das aktuelle Angebot an LVDS-Produkten die gegenwärtig verwendeten SFI-Standards wie etwa InfiniBand, FutureBus, RapidIO, StarFabric und Ringarchitekturen unterstützen.