Quartalsumsätze der deutschen Distributionsunternehmen für Bauelemente im FBDi vom 1. Quartal  2019 bis 3. Quartal 2020. Die Balken und die linke Vertikalachse zeigen die Werte für die Gesamtumsätze, die rechte Vertikalachse und die verschiedenen Linien zeigen die Umsätze einzelner Produktgruppen von Bauelementen. FBDi

Quartalsumsätze der deutschen Distributionsunternehmen für Bauelemente im FBDi vom 1. Quartal 2019 bis 3. Quartal 2020. Die Balken und die linke Vertikalachse zeigen die Werte für die Gesamtumsätze, die rechte Vertikalachse und die verschiedenen Linien zeigen die Umsätze einzelner Produktgruppen von Bauelementen. FBDi

Diese Zahlen meldete der Fachverband Bauelemente-Distribution (FBDi) für seine Mitgliedsunternehmen. Die Book-to-Bill-Rate von 0,88 deutet auf eine weitere Abschwächung des Umsatzes bis Jahresende hin. Im 9-Monats-Vergleich liegt der Distributionsmarkt um 16 % im Minus. Mit -17,9 % (84 Millionen Euro) beim Umsatz schwächeln vor allem die passiven Bauelemente, gefolgt von den Halbleitern (-11,9 % auf 482 Millionen Euro) und der Elektromechanik (-3,8 % auf 91 Millionen Euro). Sensoren, Displays, Baugruppen und Stromversorgungen verloren ebenfalls an Umsatz. In der Umsatzverteilung stellen die Halbleiter 68 % des Gesamtumsatzes, Passive nur noch 12 %, Elektromechanik 13 %, Stromversorgungen 4 % und alle anderen Produktgruppen zusammen 3 %.

„Die schwache Auftragslage wird auch für die nächsten Monate keine großen Sprünge erwarten lassen, trotz positiver Signale aus China und einen ‚soften‘ zweiten Lockdown, der die produzierende Industrie verschont hat“, erwartet der FBDi-Vorstandsvorsitzende Georg Steinberger. „Nach wie vor fehlt jegliche Visibilität in die kurz- bis mittelfristige Geschäftsentwicklung.“ Auch wenn die Stimmung in der Gesamtwirtschaft aufgrund der Production & Manufacturing Indices vom Oktober vorsichtig positiv sei, werden die nächsten ein, zwei Quartale „wohl von Vorsicht und Abwarten geprägt sein“, vermutet Steinberger.

Mehr zum Thema:
Interview mit dem FBDi-Vorstandsvorsitzenden Georg Steinberger vom Mai dieses Jahres