Fast 60 Prozent der befragten Finanzmanager geben an, dass ihr Unternehmen in den vergangenen fünf Jahren Opfer von Datenschutzverletzungen oder Cyber-Angriffen geworden ist.

Fast 60 Prozent der befragten Finanzmanager geben an, dass ihr Unternehmen in den vergangenen fünf Jahren Opfer von Datenschutzverletzungen oder Cyber-Angriffen geworden ist. FM Global/shutterstock/fotogestoeber

Die Umfrage, die das Versicherungsunternehmen FM Global beauftragte, wurde Ende 2016 unter Finanzmanagern aus 100 Unternehmen durchgeführt. Ein Großteil dieser Unternehmen verschiedener Branchen steht auf der Fortune-1000-Liste. Dabei geben 66 Prozent der Befragten an, dass ihr Unternehmen Schäden durch Maschinenausfall erlitten habe.

59 Prozent sagen, ihre Firma sei bereits Opfer von Datenschutzverletzungen oder eines Cyber-Angriffs geworden. Über die Hälfte (52 Prozent) der Unternehmen war in den vergangenen fünf Jahren von Naturkatastrophen betroffen. Die Mehrheit (54 Prozent) gibt zudem an, in ihrem Unternehmen sei bisher kein angemessenes Schadenverhütungsprogramm ausgearbeitet oder erprobt worden.

„Die Zahl der Unternehmen, die angeben, Schäden durch operative Risiken erlitten zu haben, ist auffällig hoch – und relativ wenige Unternehmen sind überzeugt, gut auf eine Störung vorbereitet zu sein“, sagt Achim Hillgraf, Hauptbevollmächtigter von FM Global in Deutschland. „Doch die Ergebnisse zeigen auch, dass Finanzmanagern bewusst ist, dass der Einsatz von Schadenverhütungsprogrammen die Resilienz eines Unternehmens stärken kann.“ Von den Befragten bezeichneten 56 Prozent Schadenprävention als genauso wichtig wie Versicherungsschutz.

Steigende Risikowahrnehmung, wenig Vorbereitung

Nur 34 Prozent der Finanzmangager glauben, dass ihr Unternehmen „sehr gut“ auf den Fall eines Maschinenausfalls vorbereitet sei. Bei Naturgefahren sind dies nur 33 Prozent und bezüglich Datenschutzverletzungen von Cyber-Angriffen sogar nur 24 Prozent. 68 Prozent der CFOs fürchten, dass ihre Unternehmen in den nächsten zwei Jahren anfälliger gegenüber operativen Risiken werden; 58 Prozent sagen, dass die Notwendigkeit zum Risikomanagement die Erzielung der Umsatz- und Ertragsziele erschweren wird.

41 Prozent der Finanzmanager kündigen an, sich in den kommenden zwei Jahren stärker auf die Schadenprävention konzentrieren zu wollen und 38 Prozent sehen die Schadenverhütung und -minimierung als wichtiger als den Versicherungsschutz an.