FMC-Diagrammtypen und Modellebenen

Eckdaten

Das Aufeinanderprallen von Fahrzeugtechnik und Softwareentwicklung erfordert eine übergreifende Beschreibungsmethodik, die den Projektgegenstand für alle Beteiligten, Disziplinen und Fachsprachen verständlich und präzise darstellt. Die Systemmodellierung mit FMC bietet hierfür eine effektive Lösung. Bei der FMC-Methodik (Fundamental Modeling Concepts) handelt es sich um einen Modellierungsansatz, der die Beherrschung komplexer, softwareintensiver Systeme ermöglicht. Als zentralen Anlaufpunkt für die Entwicklungsprojekte hat Intervista das Info-Portal geschaffen. Diese Intranet-Anwendung stellt FMC-Modelle und zugehörige Beschreibungen dauerhaft bereit: rechtegesteuert, projektbezogen und versioniert.

FMC verwendet drei Diagrammtypen: Aufbaudiagramme, Ablaufdiagramme und Wertebereichsdiagramme. Aufbaudiagramme  beschreiben die Systemkomponenten, den Aufbau aus aktiven Komponenten (Akteuren) und passiven Komponenten (Speicher und Kanäle). Sie sind der meist genutzte Diagrammtyp. Akteure regeln die Informationsverarbeitung. Das sind zum Beispiel Hardwarekomponenten, programmierte Komponenten, Personen, Organisationseinheiten und ähnliches. Akteure sind immer indirekt über Speicher oder Kanäle verbunden (Bild 1). Kanäle dienen der Informationsübertragung. Ein Pfeil mit „R“ zeigt gegebenenfalls die Richtung eines Auftragsflusses an („R“ = Request).

Die Ablaufdiagramme dokumentieren die Vorgänge im System. Sie beruhen auf Petrinetzen, einem leistungsfähigen Ansatz zur Beschreibung komplexer Prozesse. Das  Wertebereichsdiagramm wiederum beschreibt die Informationsstruktur. Die Wertebereichsmodellierung basiert auf der universellen Entity-Relationship-Modellierung.

Das Fundamental Modeling Concept unterstützt unterschiedliche Abstraktionsebenen – von fachlich (Management) bis technisch (Entwicklung), nach Bedarf auch Zwischenebenen. Dabei wird bewusst kein Bruch der Notation vollzogen, sondern durchgängig die gleiche grafische Sprache genutzt.

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