Folienverbindungen mittels FFC/FPC-Leitern und FFC/FPC-Steckverbinder sind eine kostengünstige, platz- und gewichtsparende Verbindungstechnik zwischen einzelnen Baugruppen. Als Anschluss von LCD-Displays sind sie heute in allen Anwendungsgebieten verbreitet. Allerdings weisen Folienverbindungen auch systembedingte Probleme auf – die aber mit dem so genannten I-Lock-Folienstecker überwunden sind.

Der Schwachpunkt der herkömmlichen Folienstecksysteme, d.h. die nicht oder nur aufwendig abprüfbare Position der Folie im Steckverbinder, zwingt vor allem die Hersteller von Automobilelektronik bei der Durchsetzung von 0-Fehler-Konzepten zu einem erheblichen Mehraufwand in der Montagelinie. Die Anforderungen einer Fertigungslinie an ein Stecksystem unter 0-Fehler-Gesichtspunkten sind wie folgt: – Definierte Position der Folie im Steckverbinder. – Abfragemöglichkeit der Folienposition zur Qualitätskontrolle. – Sicherstellung/Abfragemöglichkeit der korrekten Verriegelung des Systems. Betrachtet man sich die notwendigen Prozessschritte bei der Assemblierung einer Folienverbindung stellt man gleich mehrere Problempunkte fest:

a) Einführung der Folie in den Stecker ( Prozessrichtung )

b) Sicherstellen der korrekten Position der Folie im Stecker

c) Vorfixierung der Folie in dieser Position während der weiteren Prozessschritte

d) Schließen der Verriegelung (Prozessrichtung)

e) Abfrage/Prüfung der korrekten Position der Folie im Steckverbinder und

f) Abfrage der Verriegelungsposition

Iriso Electronics hat unter Berücksichtigung dieser Problematik das I-Lock-Folienstecker Stecksystem entwickelt, welches für stehende und liegende Ausführungen verwendet werden kann. Ausgangsbasis ist ein Nullkraft-Steckverbinder mit Slider. Dies hat den Vorteil, dass die Steckrichtung der Folie mit der Schließrichtung des Sliders identisch ist und man deshalb nur eine Prozessrichtung hat, die entweder parallel zur Leiterplatte steht ( liegende Ausführung) oder vertikal dazu (stehende Ausführung). Die Folie ist im Steckbereich verbreitert und hat dort links und rechts zwei definierte Aussparungen.

Der Folienstecker hat im Steckschacht auf beiden Seiten eine Schulter, die nach dem vollständigen Einschieben der Folie jeweils in die seitliche Aussparung der Folie greift  und die Endposition der Folie bestimmt. Zusätzlich ist über den seitlichen Schultern jeweils ein Haltekontakt angebracht, der die Folie in dieser Position vorfixiert, so dass sie während der weiteren Prozessschritte nicht aus der korrekten Position gleiten kann. Der Slider lässt sich nur dann auf Endposition einschieben, wenn die Schultern des Steckers beidseitig in den Aussparungen der Folie liegen.

Damit kann über die Position des Sliders die korrekte Position der Folie und auch die richtige Verriegelung des Sliders geprüft werden. Dies kann entweder optisch oder auch über eine Kraft-Weg-Messung beim Schließen des Sliders geschehen. Diese Assemblierschritte lassen sich entweder manuell oder vollautomatisch tätigen. Damit bieten die I-Lock-Folienstecker alle Möglichkeiten, die ein 0-Fehler-Konzept erfordert(sb).

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