Sie wollen mit dem Projekt KOARCH Technologien der künstlichen Intelligenz auch für den industriellen Einsatz fit machen (v.l.): Professor Dr. Oliver Niggemann , Wolfgang Steigerwald (T-Labs), Dr. Navid Fazel (Telexiom), Ernst Joachim Steffens (T-Labs), Andreas Bunte (inIT), Prof. Dr. Heide Faeskorn-Woyke (TH Köln), Prof. Dr. Thomas Bartz-Beielstein (TH Köln), Jan Strohschein (TH Köln) und Andreas Fischbach (TH Köln) beim Auftakt-Projekttreffen am 11. September 2018 in Lemgo.

Sie wollen mit dem Projekt KOARCH Technologien der künstlichen Intelligenz auch für den industriellen Einsatz fit machen (v.l.): Professor Dr. Oliver Niggemann , Wolfgang Steigerwald (T-Labs), Dr. Navid Fazel (Telexiom), Ernst Joachim Steffens (T-Labs), Andreas Bunte (inIT), Prof. Dr. Heide Faeskorn-Woyke (TH Köln), Prof. Dr. Thomas Bartz-Beielstein (TH Köln), Jan Strohschein (TH Köln) und Andreas Fischbach (TH Köln) beim Auftakt-Projekttreffen am 11. September 2018 in Lemgo. Centrum Industrial IT (CIIT)

Beim Projekt Kognitive Architektur für Cyber-physische Produktionssysteme und Industrie 4.0 (KOARCH) arbeiten Forschungseinrichtungen und Industrieunternehmen an einer neuen Automatisierungstechnik, die mit künstlicher Intelligenz effizienter gestaltet werden soll. Übergeordnetes Ziel der Projektbeteiligten: Unterschiedliche Industrie 4.0-Geräte und -Komponenten sollen herstellerunabhängig zusammenarbeiten, dabei gemeinsam auf Daten und Informationen, wie Anomalien oder Optimierungsziele zugreifen. Auch einen Austausch von Algorithmen und Lösungsstrategien wollen die Beteiligten etablieren, sodass ein Netzwerk zusammenarbeitender Produktionsanlagen entsteht.

„Es gibt bereits viele Beispiele für eine erfolgreiche Integration von künstlicher Intelligenz in Produktionsanlagen, doch der Aufwand für die Integration dieser Technologien ist zu hoch und meist nicht umsetzbar“, schildert KOARCH-Projektleiter Professor Dr. Oliver Niggemann vom inIT das Problem. KOARCH hat das Ziel, manuellen Aufwand zu verringern, um Technologien der künstlichen Intelligenz in die Breite zu tragen. Um dieses Ziel zu erreichen, gilt es allerdings noch einige Hürden zu überwinden: Von der Datenerfassung über das Modelliernen bis zum Generieren von Handlungsanweisungen müssen vorhandene Lösungen generisch zusammengefügt werden. Zwar sind notwendige Technologien bereits teilweise vorhanden, doch es fehlt das Zusammenspiel der Komponenten. „Wir arbeiten an konkreten Anwendungsfällen aus verschiedenen Branchen, um eine geeignete Architektur zu identifizieren“, erklärt Professor Niggemann.

Anpassbare Referenzarchitektur

Im ersten Schritt des Projektes wird eine anpassbare Referenzarchitektur entwickelt, die die praktische Vernetzung verschiedener Anlagen und Systeme ermöglicht. Praktisch getestet werden die so entstehenden standardisierten Schnittstellen und modular verwendbare Analysealgorithmen an den Demonstratoren der SmartFactoryOWL, einer Einrichtung des Fraunhofer IOSB-INA und der Hochschule OWL sowie am Big Data Lab der TH Köln. Langfristig sollen die Ideen auch in der Industrie zum Einsatz kommen.

Am Forschungsvorhaben sind neben dem Institut für industrielle Informationstechnik (inIT) der Hochschule OWL und der Technischen Hochschule Köln auch Partner aus der Industrie beteiligt, darunter die Deutsche Telekom AGInnovations Laboratories (T-Labs), Telexiom und Opitz Consulting. Unterstütz wird das Projekt durch das Bildungsministerium für Bildung und Forschung (BMBF), das die Lemgoer über eine Laufzeit von vier Jahren mit 1,5 Millionen Euro fördert.

Über das inIT

Im inIT werden Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) mit den hohen Anforderungen der Automatisierungstechnik in Einklang gebracht. Industrielle Kommunikation, industrielle Bildverarbeitung und Mustererkennung, verteilte Echtzeit-Software, Computerintelligenz und Mensch-Technik-Interaktion bilden die fünf Kompetenzbereiche des Institutes. Geforscht wird unter dem Dach des Forschungs- und Entwicklungszentrum Centrum Industrial IT (CIIT) auf dem Innovation Campus Lemgo. Das inIT ist eine Forschungseinrichtungen im BMBF-Spitzencluster „Intelligente Technische Systeme OstWestfalenLippe – it‘s OWL“ und beschäftigt derzeit mehr als 70 Mitarbeiter.