Hohe Entwicklungsfreiheit

Drahtlose Kommunikation zeichnet sich insbesondere durch die Entwicklungsfreiheit aus, die sie in Bezug auf Funkparameter wie Frequenz, Bandbreite und Ausgangsleistung oder auf Netzwerkspezifikationen wie Topologie und Betrieb, Paketdefinition und verschiedene weitere protokollspezifische Anforderungen bietet. Wenn Entwickler ihre Designs für die spezifischen Anforderungen verschiedener drahtloser Anwendungen konzipieren, können solche Variationen die Anforderungen stark verändern, gerade im Hinblick auf den Speicher in drahtloser Software.

Selbst bei standardisierten und behördlich regulierten Protokollen, wie es bei Wi-Fi, Bluetooth oder Nahfeldkommunikation (NFC) der Fall ist, können die tatsächlichen Implementierungen bei den Speicheranforderungen stark variieren, je nach Wahl der MCU-Plattform oder spezifischer Merkmale. Bei Einsatz eines herkömmlichen Flash-Speichers bleibt der Entwicklungsaufwand auf nur wenige Geräte und Speicherkonfigurationen beschränkt und die Auswahl der MCU ist oft aufgrund der Datenanforderungen eingeschränkt. Ein solcher Ansatz ist nicht beständig gegenüber größeren Codeänderungen und führt zu einem größeren Footprint.

Geschäftsmodelle und geistiges Eigentum (IP) schützen

Sicherheit ist in drahtlosen Systemen von entscheidender Bedeutung, um sowohl Funkübertragungsdaten als auch geistiges Eigentum (IP, Intellectual Property) zu schützen, das in die drahtlosen Knoten eingeflossen ist. Robuste FRAM-Speicherlösungen bieten reichlich Speicherplatz für verschlüsselte Daten, Sicherheitsschlüssel und die direkte Schlüsselgenerierung. Derselbe Speicher kann damit auch als Verarbeitungspuffer-Speicherplatz für Verschlüsselungs- oder Sicherheitsalgorithmen dienen.

Zum Beispiel erfordern einige NFC- oder sichere Kreditkartentransaktionsanwendungen bis zu 100 Schlüsselgenerierungen und Speicherschreibvorgänge pro Tag. Ein typischer Flash-Speicher mit 10.000 Schreib-/Löschzyklen benötigt 10 Byte Speicher pro Datenbyte, um 100.000 Schreib-/Löschzyklen zu erreichen. Im Vergleich dazu kann ein FRAM-Speicherbyte 1015 Schreib-/Löschzyklen überdauern – 100 Milliarden Mal mehr als ein Flash-Byte.

Auch beim IP-Schutzmechanismus sind aufgrund der Dualität des FRAM-Speichers noch Verbesserungen möglich. Insbesondere können IP-Anbieter problemlos ein zusammenhängendes Segment in FRAM blockieren, um sowohl ihren IP-Code als auch den Datenspeicher zu sichern, der für die Verarbeitung während der Ausführung notwendig ist. Dies ermöglicht es IP-Anbietern, ihr IP praktisch zu „verpacken“ und gewährleistet ein höheres Maß an Schutz selbst vor Taint-Tracking.

 

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