Zum fünften Mal hat der AMA Fachverband für Sensorik e.V. aus Anlass der SENSOR+TEST 2005 den Sensor Innovationspreis ausgeschrieben und mit 10000 € dotiert. Die Jury unter der Leitung des Vorsitzenden des AMA Wissenschaftsrates, Prof. Dr. Roland Werthschützky (TU Darmstadt), hat sich für eine Aufteilung des Preises in zwei gleichwertige erste Plätze entschieden. Die Preise erhielten:


Fraunhofer IBMT, St. Ingbert:


„Zell-basierter Biosensor für die Evaluierung von biopharmazeutischen Wirkstoffen und medizinischen Therapien“


Mit Hilfe spezieller elektrischer Messungen ist es möglich, medizinische Proben wie Einzelzellen und kleinste Gewebeteilchen zu charakterisieren. Hierdurch kann die Wirksamkeit bestimmter Medikamente sehr effizient untersucht werden. Effektive, auf individuelle Patienten abstimmbare Therapieansätze, z.B. zur Krebsbekämpfung, werden aus der Vielzahl der Möglichkeiten herausgefiltert. Der prämierte Biosensor wird durch eine speziell aufgebaute kapillare Mikrozelle gebildet, bei der eine Probenpositionierung an den Messarrays durch ein hydrodynamisches Prinzip realisiert wird. Mit Hilfe dieser grundlegenden Systemverbesserungen wird es möglich, die Methode zum routinemäßigen Einsatz im klinischen Alltag zu bringen.


Polytec GmbH, Waldbronn:


„Konfokales, stroboskopisches Messmikroskop mit integriertem Scanning Vibrometer“


In der Mikrosystemtechnik basieren sehr viele Bauteile auf freitragenden Siliziumstrukturen zur Messung von Beschleunigungen, Drehraten und anderen Größen. Viele dieser Bauelemente, wie etwa Airbag-Sensoren, sind für die Sicherheit relevant. Die Schwingung von Sensorstrukturen wird vielfach zur Erzeugung von Sensorsignalen genutzt, unerwünschte Schwingungen können jedoch die Messsignale verfälschen. Die räumliche Darstellung der Schwingungsmoden und Amplituden von kleinsten Mikrosystem-Bauteilen ist daher von großer technischer Bedeutung in der Entwicklungsphase und in der Qualitätssicherung. Mit dem bei Polytec entwickelten Mikroskop ist es nun gelungen, ein Gerät zu entwickeln, das standardmäßig für diese spezielle, anspruchsvolle Messaufgabe eingesetzt werden kann. Hierzu war eine intelligente Kombination modernster optischer und elektronischer Messverfahren notwendig. Das Gerät hat bereits erste kommerzielle Erfolge erzielt.(jj)


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