Actel stellt unter dem Namen Fusion die weltweit erste Mixed-Signal-FPGA-Familie vor. Diese PSCs (Programmierbare System-Chips) enthalten Mixed-Signal-Analog-Funktionen, Flash-Speicher und FPGA-Fabric auf einem monolithisch integrierten IC.


Nach Angaben von Martin Mason, Director Flash Product Marketing bei Actel, ermöglichen die PSCs „völlig neue Wege bei der Produktentwicklung“, denn die Fusion-Bauteile „bringen die Vorteile programmierbarer Logik in Applikationsbereiche, die bisher nur mit zusätzlichen diskreten, kostspieligen und platzaufwändigen Analog-Komponenten oder mit Mixed-Signal-ASIC-Lösungen abgedeckt werden konnten“. Als Beispiele hierfür nennt Mason Power-Management-Systeme, intelligente Akku-Ladegeräte, Systeme zur Takterzeugung und Motorsteuerungen.


“Fusion PSCs lassen sich genau wie Mixed-Signal-ASICs einsetzen, verursachen jedoch keine hohen NRE-Kosten oder langen Entwicklungszeiten”, betont John East, Actels Präsident und CEO.
Fusion-ICs enthalten einen konfigurierbaren SAR-A/D-Wandler, der mit bis zu 500 kSample/s bei 12 bit Auflösung abtastet. Der flexible Analogblock der Fusion-Bausteine ermöglicht die Ansteuerung von MOSFETs und kann mit Eingangsspannungen von -12 bis +12 V arbeiten.


Dazu steht als Option ein Vorteiler (Prescaler) zur Verfügung, der den direkten Anschluss von Analogsignalen ermöglicht. Somit lassen sich Spannungen, Differenzströme oder Temperaturen messen. Außerdem enthalten die ICs bis zu 1 MByte Embedded-Flash pro Baustein.
Zu den Peripherie-Funktionen, die mit der Fusion-Technologie angeboten werden, gehören Hard-Analog-IP und Hard- bzw. Soft-Digital-IP.


Alle Peripherie-Funktionen kommunizieren innerhalb des FPGAs über einen Layer, der aus Soft-Gates besteht und als Smart Backbone bezeichnet wird.
Zur Unterstützung der neuen Fusion-Bausteine bietet Actel die integrierte Entwicklungsumgebung Libero 7.0 an. Darüber hinaus sind weitere Software-Tools, IP (Intellectual Property) und Referenzdesigns erhältlich. (av)