Die ODVA (Open DeviceNet Vendors Association) hat bekanntgegeben, dass der Automobilhersteller General Motors EtherNet/IP als Standard für ihre Endmontagewerke einführt.


Das EtherNet/IP-Netzwerk soll bei GM die Echtzeit-Kommunikation zwischen Maschinensteuerung, Robotern und Prozesssteuerungen übernehmen und Informationen für die darüber liegenden Verwaltungssysteme zur Verfügung stellen. GM hat diese Standardisierung der Netzwerke eingeführt, um Entwurf und Betrieb von Montagewerken zu vereinheitlichen, unabhängig davon, welcher Hersteller die Geräte liefert. Die Lieferanten der über 60 Werke von GM in Afrika, Europa, Lateinamerika, Nordamerika und im Mittleren Osten haben bis zum 1. Januar 2007 Zeit, zu EtherNet/IP kompatible Produkte zur Verfügung zu stellen.
„Zur Erfüllung unser Anforderungen benötigen wir eine Ethernet-Implementation, die offen ist, gut verfügbar, echtzeitfähig und die standardisierte Infrastrukturkomponenten verwendet“ so die Aussage von Gary Workman, Staff Development Engineer bei GM. „Die Netzwerklösung von EtherNet/IP erfüllt eindeutig alle diese Kriterien.“
EtherNet/IP basiert auf dem kommerziell erhältlichen Ethernet (IEEE 802.3) und den TCP/IP-Diensten. Durch Verwendung der standardisierten Transportdienste des User Datagram Protocol/Internet Protocol (UDP/IP, ein Teil von TCP/IP) reicht die Performance von Ethernet/IP für Echtzeitbetrieb aus, außerdem besteht die Möglichkeit des Multicastings. Da sowohl das TCP/IP- und das UDP/IP-Protokoll verwendet werden, können GM und andere Hersteller EtherNet/IP sowohl für informationstechnische als auch für steuerungstechnische Aufgaben einsetzen. EtherNet/IP bietet dazu den Vorteil einer nahtlosen Integration mit DeviceNet, dem bevorzugten Feldbus von GM in Nordamerika.