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Bereits auf den ersten Blick erkennt der Betrachter die Unterschiede zwischen den 327er Zähler aus den 90ern und dem 560er von heute. Doch nicht nur das Design und das Display haben sich verändert. Vor allem das Innere des Zählers hat sich weiterentwicke
Schlicht und funktional ist der erste Eindruck des Vorwahlzählers.
Die IEE aus dem Jahre 1991 hat eines mit den Zählern aus dem Hause Kübler gemeinsam: Auch bei ihr hat sich nicht nur etwas im Aussehen verändert.

Im Jahr 1991 veröffentlichte die IEE eine Meldung zu den Vorwahlzählern der Typenreihe 326/327 von der Firma Kübler. Der Zähler eignete sich vor allem für Anwendungen in Steuerungen, bei Positionierungen und zur Überwachung von Grenzwerten. Der Produktmanager für den Bereich Zähler bei Kübler, Werner Birk, erklärt die Besonderheiten des Vorwalhzählers: „Das Gerät wurde damals zusammen mit dem 48×48-Vorwahlzähler 326 entwickelt. Der Grund für den größeren 327 war die integrierte Schnittstelle, die im kleineren 48×48 keinen Platz hatte. Die Stückzahlen damals waren beim 96×48 nie besonders groß, deshalb wurde das Gerät 2001 vom Markt genommen, ohne einen baugleichen Ersatz zu haben. Die Stückzahlen beliefen sich zum Schluss auf weniger als 50 Stück pro Jahr. Die großen Stückzahlen liefen immer beim kleineren kompakten Format 48×48 mm, da dieses Format am europäischen Markt besser gefragt ist.“

Alles im Prozessor integriert
Zwischen dem damaligen Zähler und dem heutigen liegt ein großer Unterschied. Birk stellt hierzu fest: „Der größte Entwicklungssprung ist neben dem Preis sicherlich, dass es früher wesentlich aufwendiger war, einen schnellen microprozessorgesteuerten Zähler zu entwickeln, bei dem alles im Prozessor integriert ist. Um auf die hohen Zählfrequenzen zu kommen, wurde damals ein Hardware-Zähler implementiert, der aufwendig durch den Prozessor ausgelesen und verarbeitet werden musste. Heute ist alles im Prozessor integriert, einschließlich den Display-Treibern, die auch extern platziert wurden.“
Doch nicht nur der Prozessor ist einer der Unterschiede zu damals, wie der Produktmanager weiter erläutert: „Des weiteren verfügte der alte Zähler über ein Trafo-Netzteil mit festen Stufen, das heute durch ein modernes Universalschaltnetzteil mit 90 bis 260 V AC ersetzt wurde.“ Auch in Sachen Bedienerfreundlichkeit haben die Zähler zugelegt. „Weiter Vorteile heute liegen in der Bedienerführung der Programmierung, Hilfetexten als Laufschrift und einer verbesserten Tastatur, um die Bedienung und Programmierung effizienter und schneller zu machen“, erklärt Birk.

Funktionsumfang erweitert
Und auch bei den Funktionen haben die Zähler hinzugewonnen: „Es sind einige Zusatz-Features in allen drei Anwendungsgebieten wie Impuls- , Frequenz und Zeitzählung integriert worden. Den neuen 560er wird es demnächst auch mit einer Schnittstelle geben, jedoch modern mit einer Modbus-Anbindung und einem CRLF-Protokoll, um direkt einen Drucker oder eine Großanzeige anschließen zu können. Durch die neue 14-Segment-LED-Anzeige kann der Zähler auch aus großer Entfernung gut abgelesen werden, und die Hilfetexte sind viel besser darstellbar.“ Zu guter letzt liegt einer der Unterschiede auch im Preis, wie Produktmanager Birk abschließend feststellt: „Wäre der alte Zähler mit dem aktuellen Leistungskatalog ausgestattet, würde sein Verkaufspreis weit über 500 Euro liegen. Tatsächlich kostet der neue Zähler heute nur rund 170 Euro.“