Bild: fotolia Carmen Steiner

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Nach einem hervorragenden Jahr 2009 startete der Markt der Elektrogroßgeräte in Deutschland vergleichsweise verhalten ins Jahr 2010. Laut GfK TEMAX fiel mit 0,3% das Wachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal gering, aber dennoch positiv aus und erreichte einen Umsatz von 1,7 Mrd. Euro. Der Grund für diese stabile Entwicklung waren die Märkte der Waschmaschinen und Geschirrspüler. Während energieeffiziente Wäschetrockner, Kochmulden und -flächen mit Induktionstechnologie und Dunstabzugshauben mit modernem Design zulegten, zeigten Kühlgeräte, Gefriergeräte und Herde ein leichtes Minus. Insbesondere Wäschetrockner wiesen deutlich geringere Wachstumsraten als vergangenes Jahr auf. Zu beobachten war außerdem ein zunehmender Preisdruck durch Anbieter aus dem unteren und mittleren Preissegment sowie eine steigende Bedeutung der Onlineverkäufe. Jeder zehnte Euro wird inzwischen im Internet umgesetzt.

Bei den Elektrokleingeräten hat sich mit 700 Mio. Euro und einem Wertzuwachs von 2,9% im ersten Quartal 2010 die positive Entwicklung nach GfK TEMAX-Angaben zwar etwas verlangsamt, befindet sich insgesamt aber immer noch im Aufwind. Besonders erfreulich zeigte sich der Bereich der Staubsauger. Dank der gefragten neuen Ökomodelle mit niedrigen Wattzahlen und hoher Saugleistung wurde fast ein zweistelliges Wertwachstum erzielt. Ebenso gut entwickelten sich Küchenhilfen, hier vor allem neue Geräte mit Direktantrieb bei denen der Motor direkt unter der Rührschüssel sitzt. Das Umsatzwachstum der Heißgetränke-Zubereiter verlief insgesamt langsamer als in den Vorperioden. Espressovollautomaten legten leicht zu, Filterpadmaschinen waren leicht rückläufig. Zwar stieg in diesem Teilmarkt die Nachfrage, allerdings verzeichneten insbesondere günstige Geräte Erfolge. Traditionelle Filterkaffeemaschinen und geschlossene Kapselsysteme legten hingegen weiterhin zu.(jj)