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Rainer Joswig verantwortet bei Transnet BW den Bereich Netzwirtschaft.
2019 wird das Kernkraftwerk in Philipsburg abgeschaltet.

2019 ist es dann soweit: Das Kernkraftwerk in Philipsburg in der Nähe von Karlsruhe hat ausgedient. Da dadurch ein Versorgungsengpass entstehen könnte, soll die 340 Kilometer lange DC-Verbindung Ultranet den Ausgleich von Stromangebot und -nachfrage zwischen Nord-, West- und Süddeutschland übernehmen. Bei der Ultranet-Technik führt man Wechsel- und Gleichstrom gemeinsam auf einer Freileitung. Ultranet bildet den südlichen Teil einer der vier Stromautobahnen, um Energie von Nordrhein-Westfalen über Rheinland-Pfalz und Hessen bis nach Baden-Württemberg transportieren.

„Mit Ultranet können wir Energie besonders verlustarm transportieren. Unser Ziel dabei ist, Natur und Mensch so wenig wie möglich zu beanspruchen, und möglichst viel in bestehender Infrastruktur umzusetzen“, erklärt Rainer Joswig, Technischer Geschäftsführer bei Transnet-BW.

Die Netzbetreiber Amprion und Transnet-BW konnten in einer Vorstudie zeigen, dass sich durch den Einsatz der Ultranet-Technologie der Raumbedarf für notwendige Trassen signifikant reduzieren lässt. Die Unternehmen planen, den behördlichen Genehmigungsantrag 2013 zu stellen. Dies ist formalrechtlich jedoch erst nach Ratifizierung des Bundesbedarfsplangesetzes (BBPlG) möglich. Anschließend sollen die konkreten Realisierungsplanungen beginnen.