Mit dem Stopp der Entwicklungsarbeiten zur 7-nm-Technologie richtet Globalfoundries seine FinFET-Strategie neu aus und möchte die 14/12-nm-Plattform relevanter für seine Kunden machen. Diese soll unter anderem RF, Embedded Memory und Möglichkeiten für Low-Power-Designs bieten. Das Unternehmen will seine Forschungs- und Entwicklungsteams restrukturieren, indem ein Teil der Technologen hin zur 14/12-nm-Entwicklung verlegt wird. Ganz ohne Stellenabbau wird dieser Schritt laut Caulfield jedoch nicht ablaufen.

Dr. Thomas Caulfield, CEO von Globalfoundries, richtet das Technologieportfolio der Foundry neu aus und stellt die Arbeiten für die 7-nm-Technologie ein. Das Unternehmen will sich stärker auf die Weiterentwicklung am 14/12--nm Knoten konzentrieren.

Dr. Thomas Caulfield, CEO von Globalfoundries, richtet das Technologieportfolio der Foundry neu aus und stellt die Arbeiten für die 7-nm-Technologie ein. Das Unternehmen will sich stärker auf die Weiterentwicklung am 14/12-nm Knoten konzentrieren. Globalfoundries

„Die Nachfrage nach Halbleitern war noch nie so hoch und die Kunden verlangen von uns, eine immer größere Rolle bei den technologischen Innovationen von morgen zu spielen“, sagte Caulfield. Die überwiegende Mehrheit der Fabless-Kunden wolle mehr Wert aus jeder Technologiegeneration herausholen, um die erheblichen Investitionen besser nutzen zu können, die für die Entwicklung jedes einzelnen Technologieknotens erforderlich sind. Diese Technologiegenerationen seien der Übergang zu neuen Design-Plattformen, die mehrere Wellen neuer Anwendungen bedienen und die Generation damit langlebiger machen. Diese Dynamik in der Halbleiterindustrie hat dazu geführt, dass weniger Fabless-Kunden bis an die äußersten Grenzen des Moore‘schen Gesetzes vorstoßen wollen.

Konzentrieren will sich das Unternehmen vor allem auf seine FDX-Plattform sowie HF-Angebote (einschließlich RF-SOI und Hochleistungs-SiGe), Analog/Mixed-Signal und andere Technologien, die für eine wachsende Zahl von Anwendungen entwickelt wurden, die einen geringen Stromverbrauch, Echtzeit-Konnektivität und On-Board-Intelligenz erfordern. Zielmärkte seien aufstrebende Bereiche wie autonomes Fahren und 5G-Technologie für das IoT.

ASIC-Geschäft wird Tochtergesellschaft

Das ASIC-Geschäft will das Unternehmen aus dem Foundry-Geschäft ausgliedern und als 100-prozentige Tochtergesellschaft führen. Diese unabhängige Geschäftseinheit soll den ASIC-Kunden Zugang zu alternativen Foundry-Optionen für die 7-nm-Technolgie bieten und es dem Geschäft ermöglichen, sich mit einem breiteren Kundenkreis zu befassen, als dies mit dem Produktionsumfang bei Globalfoundries möglich wäre.