Das Forschungszentrum Jülich und Google kooperieren bei der Forschung an Quantencomputern.

Forschungszentrum Jülich und Google kooperieren bei Quantencomputern.

Forschungszentrum Jülich und Google kooperieren bei Quantencomputern. Forschungszentrum Jülich

Google und das Forschungszentrum Jülich werden gemeinsam auf dem Gebiet der Quanten-Hardware und Quantenalgorithmen forschen. Forscher beider Partner bekommen damit die Möglichkeit, Simulationen auf den Superrechnern am Jülich Supercomputing Centre (JSC) durchzuführen und mit Googles Quantenprozessoren zu experimentieren.

Die Partner wollen sich auch künftig bei der Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlern und Experten gegenseitig unterstützen. „Ein Mangel an Fachleuten auf dem Gebiet des Quantencomputing ist jetzt schon absehbar, ähnlich wie er heute bereits im Bereich der Künstlichen Intelligenz zu beobachten ist“, sagte Markus Hoffmann, Leiter „Quantum Partnerships” bei Google. Aus diesem Grund investierten sie bereits jetzt in die Ausbildung und Förderung von akademischen Spitzenkräften.

„Quantencomputer bieten die Möglichkeit, bestimmte algorithmische Probleme in Sekundenschnelle zu lösen, für die man mit heutigen Superrechnern viele Jahre benötigen würde“, sagte Prof. Wolfgang Marquardt, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Jülich.  Als ein Unternehmen, das auf diesem Gebiet Maßstäbe setze, sei Google für sie ein wichtiger Partner, um mit vereinten Kräften diese Technologie weiter zu entwickeln.

Google arbeitet seit Jahren an der Entwicklung von Quantenprozessoren und Quantenalgorithmen. Die Erforschung neuer Technologien für Quantencomputer ist zugleich einer der Schwerpunkte des Forschungszentrums Jülich. Das Forschungszentrum plant den Betrieb eines europäischen Quantencomputers mit 50 bis 100 supraleitenden Qubits, der im Quanten-Flaggschiffprogramm der EU entwickelt und am Forschungszentrum Jülich der Forschung und Industrie zugänglich gemacht werden soll. Die groß angelegte Forschungsinitiative zielt darauf ab, die Entwicklung von Quantentechnologien in Europa zu beschleunigen und ist mit einem Fördervolumen von 1 Milliarde Euro für einen Zeitraum von zehn Jahren ausgestattet.