In einer weiteren Finanzierungsrunde konnte sich Graphcore über 200 Millionen US-Dollar sichern, was den Wert des Unternehmens auf 1,7 Milliarden US-Dollar steigert. Zu den Investoren der aktuellen Finanzierungsrunde zählen unter anderem BMW I-Ventures, der Venture-Kapital-Arm von BMW, und Microsoft. Damit erhöht sich das insgesamt von Graphcore gesammelte Kapital auf über 300 Millionen Dollar, wobei zu den Kapitalgebern Unternehmen wie Bosch, Dell oder Samsung gehören. Spezialisiert auf die künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen entwickelte Graphcore einen Prozessor sowie eine entsprechende Software.

Die Investitionen nutzt das KI-Start-Up Graphcore auch, um die Serienproduktion seiner Prozessoren für Machine Learning zu starten.

Die Investitionen nutzt das KI-Start-Up Graphcore auch, um die Serienproduktion seiner Prozessoren für Machine Learning zu starten. Graphcore

Bereits 2 Jahre nach Gründung war das Unternehmen 2018 in der Lage, erste Produkte an ausgewählte Kunden zu liefern und somit Umsatz zu erzielen. Nach und nach soll jetzt aber die Serienproduktion anlaufen, um der Nachfrage nach den eigens entwickelten Intelligence Processor Units (IPU) nachzukommen. Diese entwickelte das Technologieunternehmen speziell für das Training von Maschinenintelligenz, wodurch sie 10 bis 100 mal schneller arbeiten als gängige Alternativen.

Diese jüngste Finanzierungsrunde soll es Graphcore ermöglichen, seine Produkt-Roadmap umzusetzen, die Skalierung zu beschleunigen und die globale Präsenz des Unternehmens auszubauen. Nigel Toon, CEO und Mitbegründer von Graphcore, erklärt: „Machine Intelligence markiert den Beginn eines neuen Zeitalters der Datenverarbeitung, das eine völlig andere Art von Prozessor und Software erfordert.“ Das Unternehmen befindet sich derzeit in einer Phase schnellen Wachstums, konnte 2018 die Größe des Teams verdreifachen sowie neue Büros in London, Palo Alto und Peking eröffnen.