Bei der integrierten Entwicklungsumgebung Multi, dem Multicore-Debugger, den optimierenden C/C++-Compilern und der Hardware-JTAG-Probe handelt es sich um eine Komplettlösung für Softwareentwickler, die mit RISC-V auf kommenden oder bereits verfügbaren Halbleiterplattformen arbeiten. Das RISC-V-Angebot von Green Hills soll für kürzere Entwicklungszeiten und eine höhere Prozessorleistung sorgen. Durch die kundenspezifischen Befehle und die modulare Befehlssatzarchitektur von RISC-V können Anwender sich damit vom Wettbewerb abheben. Damit unterstützt das Unternehmen jetzt 37 Prozessorarchitekturen, zu denen auch ARM, Intel Architecture, Power Architecture, MIPS, RH850 und Tricore gehören.

Die RISC-V-Tools von Green Hills Software stellen eine Komplettlösung für Softwareentwickler dar, die mit RISC-V auf kommenden oder bereits verfügbaren Halbleiterplattformen arbeiten.

Die RISC-V-Tools von Green Hills Software stellen eine Komplettlösung für Softwareentwickler dar, die mit RISC-V auf kommenden oder bereits verfügbaren Halbleiterplattformen arbeiten. Green Hills Software

Green Hills‘ Softwareentwicklungstools unterstützen 32- und 64-Bit-RISC-V-Architekturen; sie bieten die Module Integer, Multiply/Divide, Atomic, Compressed sowie Single- und Double-Precision Floating Point. Entscheidend ist, dass Nutzer ihre eigenen RISC-V-Befehle hinzufügen und diese direkt im Green-Hills-Compiler, Assembler, Multi-Debugger und Befehlssatzsimulator verwenden können. Die separate Spezifikation des privilegierten Befehlssatzes von RISC-V wird ebenfalls unterstützt. Die Compiler aus dem Hause Green Hills unterstützen ISO/IEC 14882:2011 (C++11), ISO/IEC 14882:2014 (C++14) und ISO/IEC 14882:2017 (C++17), die eine Reihe neuer Sprachfunktionen und Standardbibliotheken bieten. Zudem unterstützen Green Hills‘ Compiler auch Embedded-C++- und GNU-C/C++-Erweiterungen.

Die Multi-Toolchain war nach Herstellerangaben „die branchenweit erste, die zertifiziert wurde, um die höchsten Stufen der Tool- und C/C++-Laufzeitzertifizierung in den Bereichen Automotive, Industrie und Bahntechnik (ISO 26262, IEC 61508, EN 50128) zu erfüllen“. Zertifizierungsunterstützung und Nachweise für Multi sowie die C/C++-Laufzeitbibliotheken für RISC-V sollen im Jahr 2021 verfügbar sein, um die Anforderungen an die Funktionale Sicherheit in den Fertigungsprogrammen der Kunden zu erfüllen.

Um neue Softwarefehler in RISC-V-Anwendungen zu vermeiden, ist ein integrierter MISRA C/C++ Adherence Checker für MISRA 2004 und MISRA 2012 in die Multi-Entwicklungstools integriert, während der statische Source-Analyzer namens Doublecheck Programmierfehler erkennt. Im Gegensatz zu herkömmlichen statischen Analysetools, deren Ausführung separat vom Compiler erfolgt, läuft Doublecheck automatisch während der Kompilierung. Das Run-Time Error Checking Tool ergänzt Doublecheck, indem es zur Laufzeit Fehler findet, die sich durch die statische Analyse allein nicht identifizieren lassen.

Auch bei RISC-V Fehler schneller finden und beheben

Die Multi-Entwicklungstools können weitere schwerwiegende Probleme während der Software-Entwicklung auf RISC-V und anderen führenden 32- und 64-Bit-Prozessorarchitekturen direkt identifizieren und lösen. Dabei sind folgende Funktionen besonders häufig im Einsatz: Der Multi-Debugger und die JTAG-Probe ermöglichen in einem Fenster das Debuggen sowie die Steuerung komplexer heterogener SoC-Bausteine, die aus einem oder mehreren RISC-V-Cores mit anderen Cores wie ARM bestehen, während der Profiler Leistungsengpässe erkennt, indem er die Prozessorzeiten jeder Task, Funktion, Quellcodezeile und Assembleranweisung im Klartext anzeigt.