Neben der klassischen EMS-Tätigkeit bietet Heicks neuerdings auch einen Beschichtungsservice für Parylene auf Baugruppen. Parylene ist ein inertes, hydrophobes, optisch transparentes, biokompatibles, polymeres Beschichtungsmaterial mit einem weiten industriellen Anwendungsspektrum. Die Parylenebeschichtung dient zum Schutz empfindlicher Geräte und Komponenten gegen schädigende Umwelteinflüsse wie Feuchtigkeit, Staub, Korrosion, Dämpfe und Flüssigkeiten.

Sie wird im Vakuum bei Raumtemperatur durch Kondensation aus der Gasphase als porenfreier und transparenter Polymerfilm auf das Substrat aufgetragen. Aufgrund der gasförmigen Abscheidung erreicht und beschichtet Parylene auch Bereiche und Strukturen, welche mit flüssigkeitsbasierten Verfahren nicht beschichtbar sind, wie z. B. scharfe Ränder und Spitzen oder enge und tiefe Spalte.

Das Beschichtungskonzept ist für 3 bis 4 µm/h dicke Schichten konzipiert, wobei die Schichtdicke über alle Spitzen, Tiefen und Unebenheiten des Materials hinweg exakt überall gleich dick wird. Das Problem des vakuumtauglichen Abdichtens von speziellen Komponenten, wie z. B. Steckverbindern, hat Heicks elegant gelöst. Das Material ist temperaturbeständig bis zu 220 °C und mechanisch stabil von -200 bis + 150 °C.

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