Daniël Schobben, CEO von Intrinsic-ID, gehört zu den Gründungsmitgliedern der HIS-Initiative.

Daniël Schobben, CEO von Intrinsic-ID, gehört zu den Gründungsmitgliedern der HIS-Initiative.

Die von mehreren Elektronikunternehmen gegründete HIS-Initiative (Hardware Intrinsic Security) nimmt ab sofort ihre Arbeit auf und lizensiert diese Technik an interessierte Firmen. Die HIS-Technologie bietet einen kostengünstigen und sicheren Weg, kryptografische Schlüssel in einer Hardwareapplikation zu hinterlegen. Niemand soll dabei den Schlüssel auslesen können, auch nicht mit direktem Zugriff auf die Hardware und modernster Laborausstattung. Trotzdem muss der Schlüssel der Applikation jederzeit zuverlässig zur Verfügung stehen. Bisherige Ansätze sind entweder teuer oder mit heutigen Techniken zu knacken.
Der Trick bei HIS: Man nehme gewöhnliche SRAM-Zellen und werte deren Einschaltzustand aus. Der ist bei jedem Chip anders, mit zufälliger Verteilung. Bei jedem erneuten Einschalten bleibt er aber weitgehend unverändert. Ohne Zugriff zum RAM kann man diesen Zustand aber nicht auslesen. Die HIS-Lösung ermöglicht es dank dieser Eigenschaft, einen so genannten Initialisierungscode zu berechnen, der nicht geheim bleiben muss, aber zusammen mit dem geheimen Einschaltzustand einen ebenfalls geheimen Schlüssel ergibt. „Damit ist der Schlüsselspeicher mindestens so sicher wie batteriegepuffertes SRAM, ohne die teuere Batterie zu benötigen“, freut sich Daniël Schobben, CEO von Intrinsic-ID. Seine Firma hat diese Technik mit einigen Partnern entwickelt. (lei)