all-electronics hat eine Umfrage bei einer Reihe von Elektronik-Unternehmen zum Thema Umgang mit der Corona-Krise gestartet. Die Unternehmen berichten, welche Maßnahmen sie ergriffen haben, wie sie sich auf das Hochfahren der Geschäftstätigkeit vorbereiten und was sie von der Politik erwarten. In einem Übersichtsbeitrag haben wir die wichtigsten Aussagen zusammengefasst.

Wie haben Sie sich bzw. ihr Unternehmen mit den Corona-Einschränkungen arrangiert? Welche Maßnahmen wurden getroffen, um mit der Situation zurecht zu kommen?

Roland Bickel, Hitex: Wir sind glücklicherweise so aufgestellt, dass die meisten Kollegen auch im Home Office arbeiten können und haben das auch in den letzten drei Wochen konsequent umgesetzt. Vor Ort wird nur in der Produktion sowie im Wareneingang und –versand gearbeitet, hier zur Sicherheit im 2-Schicht-Betrieb. Kundenbesuche sowie Präsenzschulungen mussten leider abgesagt werden. Soweit möglich werden Trainings online durchgeführt. Mit diesen Maßnahmen gelingt es uns, auch in der aktuellen Situation, unsere Leistungen für unsere Kunden in gewohnter Qualität weiterhin zur Verfügung zu stellen. Zur Zeit sehen wir keine Einschränkungen in der Erbringung unserer Leistungen in aktuellen Projekten und der Produktion.

Roland Bickel, Head of Marketing and Sales von Hitex

Roland Bickel, Head of Marketing and Sales von Hitex: „Ich persönlich wünsche mir eine weniger medial und mehr sachlich begründete Politik sowie eine deutlich schnellere Rückkehr zur Normalität, um noch größeren sozialen und wirtschaftlichen Schaden abzuwenden.“ Hitex

Wie sieht die Exitstrategie aus, um zu einem ansatzweise „normalen“ Arbeitsalltag zurück zu kehren, und welchen Zeitraum planen Sie dafür ein?

Roland Bickel: Trotz Telefon und virtuellen Meetings bemängeln viele Kollegen den fehlenden sozialen Kontakt und die Gemeinsamkeiten im Büro, so dass wir planen, sobald möglich zu einem Arbeitsalltag wie vor der Krise zurückzukommen. Das hängt natürlich von den gesetzlichen Vorgaben ab, ist aber sehr kurzfristig realisierbar.

Werden die Corona-bedingten Einschränkungen ihren Arbeitsalltag und -organisation auch nach Ende der Epidemie nachhaltig verändern?

Roland Bickel: Dies ist im Moment noch nicht absehbar. Ich denke aber, dass positive Erfahrungen mit digitalen Kooperationswerkzeugen zukünftig zu deren vermehrtem Einsatz führen.

Welche Unterstützung seitens der Politik würden Sie sich dabei wünschen, bzw. welche Maßnahmen sind nötig, um wieder einen normalen Arbeitsalltag zu gewährleisten?

Roland Bickel: Ich persönlich wünsche mir eine weniger medial und mehr sachlich begründete Politik sowie eine deutlich schnellere Rückkehr zur Normalität, um noch größeren sozialen und wirtschaftlichen Schaden abzuwenden. Die Verhältnismäßigkeit der aktuellen Maßnahmen ist meines Erachtens nicht gegeben und das sollte schnellstmöglich korrigiert werden.