Extreme Bedingungen und limitierter Platz

Hochtemperatursensor Heatan

Sensoren in Abgasanwendungen müssen Temperaturen von 1000°C und mehr standhalten. Schott

Um den Schadstoffausstoß gemäß Abgasnormen wie EURO 6 und in Zukunft EURO 7 zu messen, kommen immer mehr Sensoren im Abgasstrang und in Motornähe zum Einsatz. Der limitierte Bauraum erfordert kleine, robuste Sensoren, die einfach und kostengünstig sind. Diese müssen unter extremen Bedingungen zuverlässig funktionieren und mehreren tausend Temperaturwechselzyklen, sowie Benzin- oder Dieseltreibstoffen samt entsprechenden Abgasen sowie der Harnstofflösung AdBlue widerstehen. Um diese Beständigkeit zu erreichen, setzen bisherige Sensorlösungen auf eine Konstruktion aus vielen Einzelkomponenten. Bei ihrer Herstellung kommen bisher keramische Pulver oder gesinterte Keramikelemente zur elektrischen Isolierung und zum Schutz vor Hitze und Korrosion zum Einsatz.

Klein & kompakt: Sensor-Designs mit Heatan™

SCHOTT Heatan

Kleiner als konventionelle Lösungen: SCHOTT Heatan™ Durchführungen ermöglichen Hochtemperatur-Sensor-Designs der nächsten Generation. Schott

Neuartige Heatan™ Sensordurchführungen auf Basis innovativer Glaskeramik-Materialien erreichen die geforderte Temperaturbeständigkeit und Robustheit als einbaufertige Einzelkomponente. Dank Glaskeramik werden keine Metallfedern oder Ringe zur Fixierung des Isolators im
Sensorgehäuse benötigt. Das Isolationsmaterial wird vielmehr hermetisch mit den anderen Teilen verschmolzen. Im Ergebnis reduziert sich der Platzbedarf von Sensoren in axialer Richtung um mehr als 50 Prozent. Die Komponenten lassen sich außerdem mit einem Außengewinde ausstatten. Verschraubte Sensoreinheiten wiederum können nicht nur axial kleiner werden. Der Gewindedurchmesser lässt sich deutlich unter dem bisher üblichen M14 realisieren.

Kostenvorteile durch Prozessvereinfachung

HEATAN™ Sensordurchführungen

Einfacher: Während konventionelle Sensorgehäuse aus einer Vielzahl von Einzelteilen und Fertigungsschritten bestehen, ermöglichen HEATAN™ Sensordurchführungen eine hohe Temperatur- und Medienbeständigkeit als Einzelkomponente. Schott

Diese technischen Vorteile für OEMs und Zulieferer gehen einher mit Kostenvorteilen durch die Vereinfachung bei der Fertigung der Sensoren. Die Zahl der Arbeitsschritte reduziert sich von etwa 20 auf zwei. Auch beim Teilebedarf tritt eine erhebliche Reduzierung ein. Nur drei Teile bilden den Sensor. Denn einzig das Anschlusskabel und eine Schutzkappe kommen zur Heatan™ Komponente noch hinzu. Zum Vergleich: Herkömmliche Konstruktionen benötigen bis zu rund einem Dutzend Bauteile. Somit stellt die Auslagerung von Teilen der Sensorfertigung eine Antwort auf die Frage „Make or buy?“ dar. Neben Arbeitsschritten beim Zusammenbau entfallen auch einzelne Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Die Dichtigkeit des Sensorelements im Isolator muss nicht mehr geprüft werden, denn die Glaskeramik-Metall-Verbindung ist hermetisch dicht.

Weitere Infos über „Glaskeramik für Abgassensoren“ finden Sie unter  https://www.all-electronics.de/glaskeramik-fuer-abgassensoren/

Technische Detailinformationen zu Schott Heatan™: www.schott.com/heatan