In dem Projekt Eco Com´Bat haben zehn Partner eine Batteriezelle entwickelt, die mit 20 Prozent weniger Kobalt und über 60 Prozent weniger Fluor auskommt. Nach Angaben des Partners Custom Cells hat die Neuentwicklung in Form einer gängigen Pouch-Zelle eine um bis zu 50 Prozent höhere Zyklenstabilität (bei 4,3 V) als industrielle Referenzproben im Vergleichstest.

Pilotherstellung von neuen Batterieelektroden

Pilotherstellung von neuen Batterieelektroden P. Avavain/CEA

Die NMC-622-Kathode der Pouch-Zelle wurde speziell beschichtet: Die Partner setzten CNTs, ein poröses Ruß und ein neues Hochspannungselektrolyt ein.

Nach Angaben der Partner schafften sie es, in wenigen Upscaling-Schritten Pilotprodukte mit einem Gewicht bis zu 20 Kilogramm zu produzieren. Zuvor hatten sie die Batterieleistung und -alterung simuliert, um Verbesserungen bei den verwendeten Materialien und bei den Zellen zu erzielen.

Auch erarbeiteten die Beteiligten ein Recyclingkonzept, um Nickel, Kobalt, Graphit und Lithium nicht nur elementar, sondern auch aus dem Funktionsmaterial  zurückzugewinnen.

In dem von der EU finanzierten Projekt hatten sich Partner aus Industrie und Forschung zusammengeschlossen, um die nächste Generation von Hochvolt-Lithium-Batterien, bei der Wert auf Nachhaltigkeit gelegt wird, zu entwickeln. Dies sind das französische Energieforschungsinstitut CEA, das Fraunhofer ISC, der französische Batteriehersteller Saft, Arkema, Umicore, Custom Cells Itzehohe, die TU Darmstadt, das spanische Forschungsinstitut CSIC, das italienische Forschungsinstitut ENEA, das flämische Forschungsinstitut VITO und die Fraunhofer-Projektgruppe IWKS.