Das vom Land Baden-Württemberg geförderte Projekt des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) beinhaltet außerdem Fabrikabnahmetests, Inbetriebnahmen sowie die Qualifikation von Fachkräften. HyFaB bindet neben der Automobil- und Brennstoffzellen-Zulieferindustrie auch Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau ein.

Das Projekt HyFaB am ZSW entwickelt Herstellungsverfahren für Brennstoffzellen-Stack für die Großserienfertigung. Das Land Baden-Württemberg fördert die Forschungsfabrik mit 10,5 Millionen Euro (v. l. n. r.: ZSW-Vorstand Prof. Dr. Michael Powalla, Leiter der Brennstoffzellenforschung Dr. Ludwig Jörissen und Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut).

Das Projekt HyFaB am ZSW entwickelt Herstellungsverfahren für Brennstoffzellen-Stack für die Großserienfertigung. Das Land Baden-Württemberg fördert die Forschungsfabrik mit 10,5 Millionen Euro (v. l. n. r.: ZSW-Vorstand Prof. Dr. Michael Powalla, Leiter der Brennstoffzellenforschung Dr. Ludwig Jörissen und Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut). ZSW

Die Förderung durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg unterstützt den Aufbau der Infrastruktur mit ienem neu zu errichtenden Gebäude mit 3600 m² am ZSW-Standort Ulm. Die Inbetriebnahme ist für Anfang 2022 geplan; die Fördersumme beläuft sich auf 10,5 Millionen Euro.

Wasserstoffbetriebene Brennstoffzellenfahrzeuge bieten ein hohes Potenzial, damit künftig Lkw, Busse, Seeschiffe oder Züge klimaneutral und emissionsfrei unterwegs sind. Die im Projekt fokussierten Fertigungsprozesse zielen auf eine automobile Großserienproduktion mit einem Volumen von 200.000 Fahrzeugen ab.

Modular und branchenübergreifend

Hochleistungs-Brennstoffzellen-Stacks bestehen aus Hunderten von Einzelzellen, mit Membran-Elektroden-Einheiten (MEAs) mit 10 µm dünnen Membranen. Diese müssen mit Bipolarplatten mit knapp 1 mm Bauhöhe und filigranen Gasverteilerstrukturen und den Gasdiffusionslagen aus porösem Kohlefaservlies aufeinander abgestimmt, geprüft und mit hoher Präzision zu einem Stapen, dem Brennstoffzellen-Stack, zusammengefügt werden. Hierfür bedarf es grundlegend neuer Produktionsprozesse für eine künftige Massenproduktion.

Mit HyFaB entsteht eine Forschungsplattform, die einen modularen und weitestgehend format- und bauteilflexiblen Ansatz verfolgt. Dadurch lassen sich einzelne Prozessschritte für verschiedene Brennstoffzellen-Stack-Designs voneinander unabhängig entwickeln. Das Projekt bietet Unternehmen Orientierung beim Einstieg in die Brennstoffzellen-Technologie sowie bei der zügigen Umsetzung von Produkten.