Vor rund einem Jahr wurde in Hannover die IDA als Arbeitsgruppe gegründet, um schnell und pragmatisch die Basis für eine verteilte und offene Steuerungsarchitektur zu definieren. Die erste IDA-Spezifikation wurde nun in Hannover vorgestellt. Jetzt stehen Ausbau und Umsetzung in der Breite an. Daher öffnet sich die IDA und steht als e.V weiteren Mitgliedern offen. Die IDA Group hat sich ein Jahr nach ihrer Gründung die Form des eingetragenen Vereins gegeben. Dieser Schritt ist logisch und passt zu den Entwicklungen bei der IAONA, die als neutrale Dachorganisation die verschiedenen Lösungen von IDA, ODVA und wenn möglich auch ProfiNet untereinander kompatibel halten bzw. zusammenführen will. Dazu haben sich ODVA, IDA und IAONA in einem Memorandum of Understanding entschlossen.


Weil die ODVA als e.V. die Interessen seiner Mitglieder in der IAONA vertritt, braucht auch IDA eine entsprechende Organisationsform, um in den verschiedenen Gremien und Arbeitsgruppen der IAONA mitwirken zu können. Ebenso gilt es, die vorhandene IDA-Spezifikation weiter auszubauen und Unterstützung im Markt zu bekommen. „Mit der vorliegenden Spec 1.0 ist gerade das Fundament für ein neues Automatisierungsgebäude geschaffen und es ist nach wie vor noch viel Spezifizierungs- und Entwicklungsarbeit zu leisten“, so Martin Jetter, Beisitzer im neuen IDA-Vorstand. Dazu werden die vier Arbeitsgruppen Architekturmodell, Kommunikationsmodell, Safety-Protokoll und einheitliches Layout für Geräte-Web-Seiten installiert. Der Vorstand der IDA Group e.V. besteht aus dem Vorsitzenden Martin Müller von Phoenix Contact, dem Schatzmeister Dr. Dirk Seebaum (Sick) sowie den drei Beisitzern Dr. Ronald Schoop, Schneider Automation (Technik), Martin Jetter (Marketing) und Volker Arlt (Lenze). Dem Vorstand unterstehen die Komitees Marketing und Technik. Das Technik-Komitee koordiniert die vier Arbeitsgruppen. Bei den Mitgliedern sind zwei Gruppen zu unterscheiden: Stimmberechtigte Mitglieder sollten vor allem Unternehmer werden, die selbst IDA-konforme Geräte entwickeln oder zumindest vertreiben wollen. Die Anforderungen aus der Praxis und System-Know-how soll von Anwendern kommen, „die als nicht-stimmberechtigte Mitglieder deutlich niedrigere Beiträge zahlen“, so Jetter. Aber auch Institute und Privatpersonen seien willkommen.


IDA Group und Open Control Foundation


Erste Unterstützung erhält die IDA Group durch die Open Control Foundation, die mit mehr als 25 Mitgliedsfirmen ebenfalls an der Realisierung offener Standards für die Kommunikation von intelligenten Feldgeräten und Engineeringtools in heterogenen Automatisierungslösungen arbeitet. Auf Grund der gleichen Visionen von Open Control und IDA haben sich die Vorstände beider Vereinigungen in Abstimmung mit den Mitgliedern dahingehend verständigt, ihre Arbeiten künftig gemeinsam im Sinne einer einheitlichen Kommunikations- und Engineeringarchitektur voranzutreiben. IDA-Vorsitzender Martin Müller: „Mit der aktiven Arbeit eines internationalen Automatisierungsunternehmens wie Schneider, dem möglichen Zusammenschluss mit der Open Control Foundation (Entscheidung auf der nächsten Vollversammlung) sowie die Abstimmung der Entwicklungsaktivitäten mit der ODVA ist IDA derzeit die wichtigste Initiative auf dem Weg zur verteilten Automatisierung.“