Wolfgang Wiedemann ist sicher: Sensorik und Messtechnik sind die Schlüsseltechnologien des technischen Fortschritts.

Wolfgang Wiedemann ist sicher: Sensorik und Messtechnik sind die Schlüsseltechnologien des technischen Fortschritts.AMA Fachverband für Sensorik

So implementieren Automatisierer immer häufiger Funktionalitäten, für die sie auch messende Sensoren einsetzen, zum Beispiel um Entfernungen oder Formen anstatt lediglich die Anwesenheit zu bestimmen. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die Sensorik. Wichtige Anforderungen dabei sind eine einfache Handhabung und Datenverwertung sowie ein verringerter konstruktiver Aufwand, etwa durch normierte Anschlüsse, miniaturisierte Bauformen und dezentrale (Vor-) Verarbeitung von Messdaten. Aber auch mit dem Energiemanagement oder der Selbstüberwachung der Sensoren beschäftigen sich die Entwicklungsingenieure. Verbesserungen ergeben sich also nicht nur in den Mess-Elementen selbst, sondern auch in der Primärelektronik und der sensorspezifischen Signalverarbeitung.

Der AMA Fachverband für Sensorik und Messtechnik beobachtet in diesem Zusammenhang klare Trends: Immer mehr Intelligenz wird bereits im Sensor realisiert, oft auch als Multisensor. Daneben schreitet die Miniaturisierung voran. Als weitere Trends erkennt der Verband den zunehmenden Einsatz von energieautarken und drahtlos kommunizierenden Sensoren. Je nach Anwendung erfolgt die Signalverarbeitung in diesen Systemen analog, digital oder als Mixed-Signal mit früher Digitalisierung. Dabei steigt der Funktionsumfang der Sensoren weiter. Häufig führen diese bereits eigene Fehlerkorrekturen durch, können Querempfindlichkeiten kompensieren und beinhalten anwendungsspezifische Algorithmen oder weitere Funktionen aus der Signalverarbeitung – bei geringerem Rauschen, höherer Auflösung, verringertem Energieverbrauch, höheren maximalen Umgebungstemperaturen und kompakteren Abmessungen.

Das Einbetten von Sensornetzen in vorhandene Kommunikationsnetze gibt den Größen Zeit und Raum eine große Bedeutung: Denn das komplexe Zusammenspiel der Daten von unterschiedlichen Sensorknoten erfordert ein räumliches und zeitliches Bezugssystem. Das erfordert Mechanismen zum Lokalisieren und zeitlichen Synchronisieren der Knoten desSensornetzes. Autarke Netzwerke eignen sich insbesondere für Automatisierungslösungen, bei denen hohe Kosten beim Aufbau der Infrastruktur entstehen und die Sensorik in schwer zugängliche Stellen zu integrieren ist.

In der Automatisierung wird auch bildgebende und bildverarbeitende Sensorik immer wichtiger: 3D-Sensoren zum Vermessen von Prüflingen oder zur Rekonstruktion, Infrarot-Sensoren zum Erkennen von oberflächennahen Fehlern oder bildverarbeitende Sensoren für Robotergreifer, mit denen sich die Produktion schneller, flexibler und kostenoptimiert gestalten lässt. Sensorik und Messtechnik sind Schlüsseltechnologien des technischen Fortschritts.

Auf der SPS: Halle 4A, Stand 125 bis 133