In der Industrie 4.0 muss jeder mit jedem adhoc reden können - und sich verstehen!

In der Industrie 4.0 muss jeder mit jedem adhoc reden können – und sich verstehen!OPC Foundation

Die Fabrik der Zukunft muss in der Lage sein, Produkte in immer neuen Varianten bei kurzen Produktlebenszyklen herzustellen und schnelle Lieferzeiten, Null-Fehler-Produktion und ressourcenschonende Fertigung zu ermöglichen. „Industrie 4.0 ist ein strategisches Rahmenprogramm, um die zunehmende Informatisierung in der produzierenden Industrie zu verankern“, betonte Stefan Hoppe, OPC President Europe kurz vor dem Start der SPS IPC Drives.

Eine wesentliche Anforderung an die IKT-Architektur in der Industrie 4.0 ist die Fähigkeit, sich an Änderungen anzupassen – sei es, dass neue Anlagen oder Produktionsprozesse in das System eingebracht werden oder bestehende Produktionssysteme verändert werden, etwa weil eine Produktvariante zusätzlich gefertigt werden soll. „Diese Fähigkeit wird als wandlungsfähige IKT bezeichnet“, so Hoppe. Die zentrale Idee dahinter: Eigenständige Konfiguration der Komponenten. Voraussetzung dafür ist die Selbstbeschreibung in Bezug auf Funktionalität, Identifizierung, eigenständigem Aufbau der Kommunikation und geregeltem Datenaustausch, wenn neue Komponenten, Maschinen oder Anlagen in ein Produktionssystem eingebracht werden oder sich Änderungen in der Produktion ergeben.

„Mit AutomationML und OPC UA sind die notwendigen Einzeltechnologien für die Industrie 4.0 vorhanden. Wir führen sie jetzt industrietauglich zusammen.“ Stefan Hoppe, President OPC Europe.

„Mit AutomationML und OPC UA sind die notwendigen Einzeltechnologien für die Industrie 4.0 vorhanden. Wir führen sie jetzt industrietauglich zusammen.“ Stefan Hoppe, President OPC Europe.Stefan Kuppinger/IEE

AutomationML und OPC-UA
für Industrie 4.0

„Um Selbstkonfiguration zu ermöglichen, bieten sich AutomationML zur Beschreibung der Fähigkeiten von Komponenten und Maschinen und OPC-UA zu deren Kommunikation an“, zeigt Hoppe auf. Ziel der Kooperation von OPC-Foundation und AutomationML: Beide Technologien zu Methoden und Werkzeugen für Informations- und Software-Architekturen zu verknüpfen. Diese Infrastruktur ermöglicht eine durchgängige, konsistente und gesicherte Datenbereitstellung und -kommunikation bei Änderungen in der Fabrik. Dazu werden Eigenschaften und Fähigkeiten als AutomationML-Objekte direkt auf den Komponenten gespeichert. Parallel zur physischen Integration stehen sie damit als OPC-UA Informationsmodell direkt in der Steuerung zur Verfügung. Die Komponentenhersteller ermitteln vorab die hierzu benötigten Informationen und hinterlegen sie auf den Bauteilen. „Die physische und informelle Integration wird für eine Zeitersparnis von etwa 20 % bei Erstinbetriebnahme, Instandhaltungstätigkeiten und Änderungen der Produktion sorgen“, schätzt Hoppe. Noch größere Potentiale lassen sich ausschöpfen, wenn Daten, die zur Konfiguration eines MES benötigt werden, aus den vorgelagerten Engineering-Systemen als AutomationML-Objekte direkt in OPC-UA Informationsmodelle abgelegt werden.