Die Industrie 4.0 wird nicht nur die Technik selbst, sondern auch die Dienstleistungen um sie herum maßgeblich verändern. Die Befragten einer Kurzstudie des Fraunhofer IAO sind sich dabei einig.

Die Industrie 4.0 wird nicht nur die Technik selbst, sondern auch die Dienstleistungen um sie herum maßgeblich verändern. Die Befragten einer Kurzstudie des Fraunhofer IAO sind sich dabei einig.Messe München International

Die Ergebnisse der Kurzstudie ‚Industrie 4.0 Ready Services‘ zeigen, dass der Einsatz neuer Technologien zu neuen Serviceprodukten und Wertschöpfungskonzepten sowie veränderten Aufbau- und Ablauforganisationen im Technischen Service führen wird. Auch die Kombination verschiedener Technologien könnte bisherige Serviceprozesse maßgeblich beeinflussen. So wird erwartet, dass der Einsatz von Empfehlungsdiensten in Verbindung mit Vertriebsportalen und Service-Produkt-Konfiguratoren den Vertrieb von Serviceprodukten gravierend verändern wird.

Darüber hinaus verdeutlichen die Studienergebnisse, dass die Befragten den Technologieeinsatz mit hohen Produktivitätspotenzialen bei unterschiedlichen Serviceprozessen verknüpfen. Die höchsten Produktivitätszuwächse erwarten sie bei der Dokumentation von Serviceprozessen, in der Einsatzplanung und im Bereich der Servicequalifizierung. Der Einsatz neuer Technologien ist mit Chancen, aber auch mit Hemmnissen verbunden. Diese werden nicht allein in mangelnden finanziellen Mitteln gesehen, sondern auch in der Herausforderung, neue Technologien mit bestehenden Prozessen und Abläufen in Einklang zu bringen.

In einer Mischung aus Interview und standardisierter Befragung konnte das Meinungsbild von 82 Besuchern des Fraunhofer-Messestands eingefangen werden. In der Mehrzahl handelte es sich dabei um Service-Verantwortliche von Herstellern oder Industriedienstleistern.