Auf dem Infineon Automotive Cybersecurity Forum stellten Infineon und Xain zudem einen ersten Blockchain-Demonstrator vor. Er zeigt, wie Zugriffsrechte dezentral per Smartphone-App vergeben werden können. Dies könnte zum Beispiel Car-Sharing ohne Plattform oder Backoffice ermöglichen, bei dem jeder Teilnehmer sein Auto mit anderen teilen kann.

Blockchain

Ein Demonstrator zeigte auf dem Automotive Cybersecurity Forum von Infineon, wie sich Zugangsrechte mithilfe der Blockchain-Technologie dezentral per Smartphone vergeben lassen. Infineon

Bei der Blockchain handelt es sich um eine dezentrale Datenbank, durch deren Einsatz sich Transaktionen schnell abwickeln und fälschungssicher speichern lassen. Im Automotive-Bereich ist dies etwa für automatisierte Bezahlvorgänge, On-Demand-Dienste, Tuning-Schutz oder automatisierte Fahrfunktionen denkbar. Im Kern geht es um die Vergabe von Zugriffsrechten – auf das Automobil selbst oder auf bestimmte Daten im Fahrzeug.

Die Aurix-Mikrocontroller der zweiten Generation von Infineon können bereits Blockchain-Funktionen im Automobil unterstützen. Basis ist ein integriertes HSM nach der höchsten Stufe des EVITA-Sicherheitsstandards. Unter einem HSM versteht man spezielle Rechen- und Speichereinheiten innerhalb des Mikrocontrollers, die kryptografischen Funktionen vorbehalten und durch eine eigene Firewall gesichert sind. Damit bieten die Mikrocontroller einen gesicherten Speicher für den digitalen Schlüssel zur Identifikation in der Blockchain. Zudem können sie Blockchain-Operationen, wie Hashing oder digitales Signieren, schnell und gut gesichert durchführen.

Das Erzeugen neuer Datenblöcke ist heute allerdings noch eine Herausforderung für herkömmliche Mikroprozessoren, wie sie im Auto verwendet werden. Aufgrund des hohen Rechenaufwands ist das sogenannte Mining bislang Hochleistungsprozessoren vorbehalten. Xain arbeitet jedoch an einem neuen Verfahren, das auf Geräten einsetzbar sein soll, die sehr energieeffizient arbeiten müssen – wie Mikrocontroller im Automobil.